Katharina Bischof aus Ranten: Alles unter einem Dach: Das vielseitige Leben am Hof Bischof
In Rinegg, in der steirischen Gemeinde Ranten, bewirtschaftet Katharina Bischof mit ihrer Familie einen vielseitigen Betrieb. Milchvieh, Forstwirtschaft, Kälbernachzucht und Hüttenvermietung gehören ebenso dazu wie das Leben im Mehrgenerationenhaushalt. Gemeinsam mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen, den Schwiegereltern und einer Tante wird am Hof gearbeitet und gelebt.
Schritt für Schritt gewachsen
Den Betrieb hat Katharina Bischof mit ihrem Mann 2008 übernommen - damals noch als klassischen Milchvieh- und Forstbetrieb. Über die Jahre wurde erweitert, Flächen dazu gepachtet und die Tierhaltung ausgebaut. Heute wird als Heumilchbetrieb gearbeitet.
Auch neue Wege wurden eingeschlagen: Aus einer alten Hütte, die renoviert wurde, entstand die Idee zur Vermietung von Zimmern. “Gäste können so den Hof und die Arbeit direkt miterleben.“, sagt sie.
Auch neue Wege wurden eingeschlagen: Aus einer alten Hütte, die renoviert wurde, entstand die Idee zur Vermietung von Zimmern. “Gäste können so den Hof und die Arbeit direkt miterleben.“, sagt sie.
Den Überblick behalten
Am Hof ist immer etwas zu tun. Auf die Frage, wie sie dabei den Überblick behält, antwortet sie überzeugt: “Einen Schritt nach dem anderen machen.“ Sie plant ihre Woche bewusst und bleibt trotzdem flexibel. Ihre Stärke sieht sie darin, aus vielen kleinen Dingen etwas Großes zu machen - “aus wenig mehr herauszuholen.“
Lebensmittel mit Herkunft
Ein großer Teil der Lebensmittel kommt direkt vom eigenen Hof. Im Frühling werden Kräuter gesammelt, im Sommer wächst das Gemüse im Garten. Milch, Eier, Fleisch -vieles wird selbst produziert. Auch Wild gehört dazu, da die Männer Jäger sind.
“Ich weiß bei jedem Lebensmittel, wo es herkommt“, sagt sie stolz. Genau das sei ihr wichtig. Für sie ist es eine Grundeinstellung, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen und zu wissen, was man isst. Dieses Bewusstsein möchte sie auch weitergeben - an Konsument:innen genauso wie an Besucher:innen am Hof.
“Ich weiß bei jedem Lebensmittel, wo es herkommt“, sagt sie stolz. Genau das sei ihr wichtig. Für sie ist es eine Grundeinstellung, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen und zu wissen, was man isst. Dieses Bewusstsein möchte sie auch weitergeben - an Konsument:innen genauso wie an Besucher:innen am Hof.
Engagement und Austausch
Seit 2008 ist Katharina Bischof in der Bäuerinnenorganisation aktiv, heute auch als Bezirksbäuerin. Ihr ist wichtig, die Landwirtschaft nach außen zu zeigen. “Unsere Arbeit ist vielfältig - das muss man auch sichtbar machen.“ Sie sieht sich als Brückenbauerin zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Lebensmittel seien wertvoll, und genau dieses Bewusstsein müsse gestärkt werden. “Alles, was man weiß, kann man weitergeben.“, sagt Kathi.
Neue Perspektiven gewinnen
Der ZAMm-Lehrgang war für Kathi eine wertvolle Erfahrung. Der Austausch mit anderen Frauen habe ihr gezeigt, wie wichtig es sei, offen zu bleiben und voneinander zu lernen. “Wissen hört nie auf“, sagt sie. Man nehme nicht nur fachlich viel mit, sondern lerne auch starke Persönlichkeiten kennen, die motivieren und neue Sichtweisen eröffnen. Austausch sei wichtig, um voneinander zu lernen. Für junge Frauen hat sie einen klaren Rat: sich einbringen, mitgestalten und den Austausch suchen. Denn genau darin liege die Stärke - voneinander zu lernen, um gemeinsam weiterzukommen. “Wenn man nur bei seinem eigenen Standpunkt bleibt, kommt man nicht weiter!“, sagt sie überzeugt.
Steckbrief
Name: Katharina Bischof
Betrieb: Milchviehbetrieb, Forstwirtschaft und Hüttenvermietung
Alter: 45 Jahre
Motto: Miteinander, nicht gegeneinander.
Talent: Aus weniger mehr machen.
Betrieb: Milchviehbetrieb, Forstwirtschaft und Hüttenvermietung
Alter: 45 Jahre
Motto: Miteinander, nicht gegeneinander.
Talent: Aus weniger mehr machen.
Das Projekt “ZAMm unterwegs“ wird unterstützt von Bund, Ländern und Europäischer Union.
Zum Lehrgang
Du willst aufstehen und mitreden? Eine moderne Agrarpolitik braucht die Stimme der Frauen. Der ZAMm-Lehrgang “Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum“ wurde von der ARGE Österreichische Bäuerinnen initiiert und hilft Frauen, sich aktiv in agrarischen und kommunalen Gremien, Vereinen und Verbänden einzubringen. Der Kurs richtet sich speziell an Bäuerinnen und stärkt ihre Fähigkeiten, mitzugestalten.
Mehr dazu online unter www.zamm-unterwegs.at
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