Schwarzmann: Frauen in der Landwirtschaft für das digitale Ehrenamt fit machen

Digitale Techniken bringen Erleichterungen in der Vereinsarbeit und überwinden soziale Distanz.
Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann
Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann nutzt digitale Medien nicht nur während des Lockdowns für soziale Kontaktpflege und andere ehrenamtliche und berufliche Tätigkeiten. © ARGE Bäuerinnen/Andrea Uher
Das Ehrenamt hat in Österreich mit 3,5 Mio. Beteiligten einen hohen Stellenwert. Auch zwei von drei Bäuerinnen wenden neben dem bäuerlichen Betrieb und der Familie mehrere Stunden in der Woche dafür auf, das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Leben in ihrer Region aktiv voranzutragen. “Ehrenamtliches Engagement findet mittlerweile immer häufiger digital statt. Diese Errungenschaften werden von einem Teil der heimischen Bäuerinnen für ihre Arbeit genutzt. Dafür braucht es neben der notwendigen Infrastruktur insbesondere beratende Unterstützung mit den digitalen Techniken“, erklärt Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der ARGE Österreichische Bäuerinnen, anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember.

Schulung über digitale Errungenschaften gewünscht

“Der digitale Wandel hat auch das Ehrenamt erreicht. Soziale Medien und zahlreiche Programme werden dazu verwendet, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und klare Botschaften nach außen zu tragen. Mit der Breitbandoffensive schafft die Bundesregierung die erforderliche Infrastruktur. Was es noch dazu braucht sind die entsprechenden Kenntnisse, weshalb Kurse notwendig sind, um unsere Funktionärinnen für den sicheren Umgang mit dem Internet, sozialen Netzwerken und IT-Sicherheit zu sensibilisieren“, zeigt Schwarzmann den nächsten Schritt auf, damit diese Errungenschaften für das Ehrenamt gewinnbringend eingesetzt werden können.

Digitalisierung ebenso für soziales Engagement von Bedeutung

Um junge Frauen für das Ehrenamt zu begeistern, braucht es laut der Bundesbäuerin Raum für neue Ideen und Anerkennung. “Die Politik ist gefordert die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese sinnstiftende Arbeit begeisterungsfähige Mitglieder findet und fortgeführt wird. In Strategien, wie sie in der Digitalisierungsoffensive formuliert sind, gehört auch das soziale Engagement mit einbezogen“, fordert Schwarzmann und verweist auf die Vielzahl an Online-Angeboten, die seit dem ersten Lockdown große Erleichterungen bei der Wissensvermittlung und der Vereinsarbeit gebracht haben. Alleine die Landwirtschaftskammer Österreich und das LFI Österreich haben heuer mit 32 Webinaren und Farminaren mehr als 3.200 Personen erreicht. “Aktuell finden in allen Bezirken Schulungen statt, damit sich Bäuerinnen auf Ortsebene vernetzen und den technischen Fortschritt nutzen können. Dabei geht es beispielsweise auch um Initiativen, wie persönliche Gespräche auf Distanz, mit denen die Bäuerinnen den Menschen in dieser tristen Situation Zeit schenken und Zuversicht geben. Dafür brauchen wir diese Schulungen für jede Altersgruppe“, so Schwarzmann abschließend.