OÖ: “Wo Frauen wirken, wächst Zukunft“ - der Blick auf die Bäuerinnen zum Weltfrauentag
Der Weltfrauentag rückt jene in den Mittelpunkt, die Landwirtschaft täglich gestalten.
Es ist der Rhythmus der Arbeit der Bäuerinnen, der den ländlichen Raum trägt: Ihre Aufgaben finden auf den Höfen, in den Ställen, auf den Bauernmärkten, in Küchen, in Wäldern und auf Feldern statt. Anlässlich des Weltfrauentags und im Internationalen Jahr der Bäuerin richtet der Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Franz Waldenberger, den Blick auf jene, die diesen Rhythmus jeden Tag aufrechterhalten - die Bäuerinnen.
“Ohne unsere Bäuerinnen wäre vieles im Land nur Theorie - die Lebensmittelproduktion, die Pflege der Kulturlandschaft, die Weitergabe von Wissen und Tradition, aber auch der soziale Zusammenhalt in den Regionen. Sie tragen oft im Verborgenen Verantwortung, aber immer mit großer Verlässlichkeit. Dieses Jahr ist die Chance, ihre Arbeit sichtbar zu machen“, betont Waldenberger.
“Ohne unsere Bäuerinnen wäre vieles im Land nur Theorie - die Lebensmittelproduktion, die Pflege der Kulturlandschaft, die Weitergabe von Wissen und Tradition, aber auch der soziale Zusammenhalt in den Regionen. Sie tragen oft im Verborgenen Verantwortung, aber immer mit großer Verlässlichkeit. Dieses Jahr ist die Chance, ihre Arbeit sichtbar zu machen“, betont Waldenberger.
Das Internationale Jahr der Bäuerin: Ein Auftrag, genauer hinzusehen
Die Vereinten Nationen haben 2026 zur Bühne für die Bäuerinnen gemacht. Mehr als ein Drittel der österreichischen landwirtschaftlichen Betriebe wird von Frauen geführt, weitere 12% partnerschaftlich gleichberechtigt. In Oberösterreich sind es 10.650 Betriebe, die von einer Bäuerin oder in einer Ehegemeinschaft geführt werden. Das sind 43,6 % der 24.440 landwirtschaftlichen Betriebe. Alle diese Bäuerinnen stehen für einen Berufsalltag, der in seiner Vielfalt kaum widersprüchlicher sein könnte und doch ein gemeinsames Muster zeigt: Verantwortung übernehmen - für Tiere, für Kinder oder auch für Grund und Boden.
“Unsere Bäuerinnen sind nicht nur Arbeitskräfte - sie sind Unternehmerinnen, Innovatorinnen und Anker für Traditionen. Wenn man sich ansieht, wie viele Direktvermarktungsbetriebe, Urlaub-am-Bauernhof-Angebote oder Bildungsinitiativen wie Schule am Bauernhof von Frauen getragen werden, versteht man schnell: Viele Frauen tragen von den bäuerlichen Betrieben aus die Zukunft in den ländlichen Raum“, ist Waldenberger überzeugt.
“Unsere Bäuerinnen sind nicht nur Arbeitskräfte - sie sind Unternehmerinnen, Innovatorinnen und Anker für Traditionen. Wenn man sich ansieht, wie viele Direktvermarktungsbetriebe, Urlaub-am-Bauernhof-Angebote oder Bildungsinitiativen wie Schule am Bauernhof von Frauen getragen werden, versteht man schnell: Viele Frauen tragen von den bäuerlichen Betrieben aus die Zukunft in den ländlichen Raum“, ist Waldenberger überzeugt.
Zwischen Arbeitsalltag und Care-Arbeit
Frauen in der Landwirtschaft tragen nicht nur zum Einkommen bei - sie halten die Familienbetriebe häufig auch dann am Laufen, wenn persönliche Schicksalsschläge eintreten. Krankheit, Unfall oder Pflegebedürftigkeit von Angehörigen erweitern ihren Arbeitsalltag um Aufgaben, die im Arbeitsablauf eines landwirtschaftlichen Betriebs oft kaum Platz haben, aber dennoch erledigt werden müssen.
So manche Bäuerin in Oberösterreich berichtet von Überlastung. Die Landwirtschaftskammer versucht, diese Realität mit Beratung, Gesundheitsangeboten und rechtlicher Information abzufedern. Waldenberger betont: “Wir brauchen Strukturen, die Care-Arbeit ernst nehmen. Deswegen haben wir in der Landwirtschaftskammer OÖ auch die Beratungsstelle ,Lebensqualität Bauernhof‘ eingerichtet“, betont Waldenberger.
So manche Bäuerin in Oberösterreich berichtet von Überlastung. Die Landwirtschaftskammer versucht, diese Realität mit Beratung, Gesundheitsangeboten und rechtlicher Information abzufedern. Waldenberger betont: “Wir brauchen Strukturen, die Care-Arbeit ernst nehmen. Deswegen haben wir in der Landwirtschaftskammer OÖ auch die Beratungsstelle ,Lebensqualität Bauernhof‘ eingerichtet“, betont Waldenberger.
Mehr Frauen in agrarischen Gremien - ein realistisches Ziel
Zwar führen Bäuerinnen viele Höfe, doch in agrarischen Gremien bilden sie noch nicht jenen Anteil ab, der ihnen zustehen würden. Erst rund ein Viertel der Kammerräte der LK OÖ ist beispielsweise weiblich besetzt. “Es wird Zeit, dass die, die den Alltag der Landwirtschaft kennen, auch an den Orten sitzen, an denen Regeln gemacht werden. Bäuerinnen bringen Perspektiven ein, die wir dringend brauchen“, plädiert Waldenberger.
Der Frauentag in Linz: Ein Gespräch, das große Wirkung haben kann
Am Freitag, 6. März 2026, verwandeln sich die Promenaden Galerien in Linz in einen Ort des Dialogs. Bäuerinnen werden anlässlich des 8. Frauentags der Oberösterreichischen Nachrichten mit Konsumentinnen über ihre tägliche Arbeit sprechen. Es gibt ein attraktiven Gewinnspiel: Besucherinnen können beim Informationsstand der Bäuerinnen einen halben Tag bei einer Bäuerin gewinnen und als Hauptpreis es ein “Freundinnen-Wochenende“ für 2 Personen auf einem Urlaub am Bauernhof Betrieb.
“Wer einmal miterlebt hat, wie viel Wissen, Planung, Pflege und Professionalität in jedem Liter Milch oder jedem Laib Brot steckt, blickt anders auf regionale Landwirtschaft“, sagt Waldenberger, der am Nachmittag persönlich vor Ort sein und Gespräche mit Besucherinnen führen wird.
“Wer einmal miterlebt hat, wie viel Wissen, Planung, Pflege und Professionalität in jedem Liter Milch oder jedem Laib Brot steckt, blickt anders auf regionale Landwirtschaft“, sagt Waldenberger, der am Nachmittag persönlich vor Ort sein und Gespräche mit Besucherinnen führen wird.