Bäuerinnen gestalten Zukunft - von Österreich bis Afrika
Was Bäuerinnen an einem ganz normalen Tag leisten
Verantwortung übernehmen und Landwirtschaft sichtbar machen
Landesbäuerin und Vizepräsidentin Helga Brunschmid betonte in ihrer Begrüßung die große Verantwortung, die Bäuerinnen tragen - für Tiere, Betriebe, Familien und für die Zukunft der Landwirtschaft. Gerade im Internationalen Jahr der Bäuerin sei es wichtig, sichtbar zu machen, was Frauen auf den Höfen leisten und wo es auch in Zukunft Verbesserungen braucht. Für viele beginne Engagement in der Bäuerinnenorganisation - und entwickle sich weiter zu Verantwortung in Gremien und Interessenvertretung.
Praxis vom Hof: Tierhaltung mit Leidenschaft
Einen praxisnahen Einblick gab Dolores Angerer, Milchbäuerin aus Tirol. Gemeinsam mit ihrer Familie bewirtschaftet sie einen Betrieb mit Milchvieh und Legehennen sowie Direktvermarktung und Christbaumverkauf. Ein persönlicher Wendepunkt war für sie der Lehrgang “Plötzlich Bäuerin“, der ihr vor allem durch das Netzwerk und den Austausch mit anderen Frauen neue Perspektiven eröffnete. Besonders wichtig sei ihr, selbst Einblicke in den Hofalltag zu geben und damit ein realistisches Bild der Landwirtschaft zu vermitteln.
Tierhaltung verstehen: Fakten und Einblicke aus Österreich
Anschließend gaben Johanna Prodinger und Stefanie Zottl Einblicke in die Arbeit der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ) und der Kommunikationsinitiative Stadt.Land.Tier. Die Nutztierhaltung ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: 15,6 Mrd. Euro Produktionswert und rund 182.000 Arbeitsplätze zeigen ihre große Bedeutung für Österreich. Gleichzeitig sei Kommunikation entscheidend, denn Tierhaltung polarisiert. Mit der Plattform Stadt.Land.Tier geben Bäuerinnen und Bauern selbst Einblicke in ihre Arbeit und schaffen damit mehr Verständnis für Landwirtschaft.
Engagement über Kontinente hinweg
Einen besonders bewegenden Beitrag brachte Isabella Zauscher, Bäuerin aus Tirol, die sich seit Jahren für ein Schulprojekt im ugandischen Dorf Kabirago engagiert. Seit 2018 wurden dort Schulgebäude für über 300 Kinder errichtet, zusätzlich entsteht gerade ein Internat. Bildung soll den Kindern und Familien neue Perspektiven eröffnen und langfristig die Lebensbedingungen verbessern.
Was von diesem Abend bleibt
Der Abend machte deutlich:
Engagement beginnt bei mir selbst.
Sichtbarkeit stärkt Betriebe.
Kooperation schafft Wirkung.
Und Verantwortung endet nicht an Landesgrenzen.
Oder wie es zum Abschluss treffend formuliert wurde: “Wo Frauen wirken, wächst Zukunft.“