Wieder einmal ein Grund zum Schreiben
Frauen und Technik - für uns kein Widerspruch.
Im Monat April dreht sich österreichweit, im Rahmen des “Internationalen Jahres der Bäuerin“, alles um die “Freude am Beruf“. Diese Freude prägt unseren Alltag auf den Höfen. Doch was trübt sie immer wieder? Vorurteile.
Vorurteile über Frauen auf unseren Höfen, über Kompetenz, über Rollenbilder, über Zuständigkeiten: Vor einigen Tagen bekam ich wieder einmal einen Anlass, darüber zu schreiben. Der Auslöser waren beiläufig gemeinte Bemerkungen über die Rolle von Frauen am landwirtschaftlichen Betrieb. Für mich keine Kleinigkeiten, sondern Bemerkungen mit Symbolkraft.
Ein Handwerker war bei uns am Hof. Mein Vater war nicht da, ich unterstützte ihn also bei den Arbeiten. Als wir auf die Hofübernahme zu sprechen kamen, meinte er: “Jetzt schaust eh einmal, wer auf den Hof kommt. Dann kannst immer noch schauen, ob dir die Arbeit taugt.“ Als würde die Leidenschaft einer Frau für die Landwirtschaft ausschließlich von einem zukünftigen Partner abhängen.
Beim nächsten Punkt, der Erklärung einer weiteren technischen Tätigkeit, wiederholte sich das Muster. Ich sagte: “Das können Sie mir auch erklären, ich geb’s dann weiter.“ Seine Antwort: “Ja schau’s dir an, aber anrufen werd’ ich den Bauern trotzdem, damit’s richtig weitergegeben wird.“
Vorurteile über Frauen auf unseren Höfen, über Kompetenz, über Rollenbilder, über Zuständigkeiten: Vor einigen Tagen bekam ich wieder einmal einen Anlass, darüber zu schreiben. Der Auslöser waren beiläufig gemeinte Bemerkungen über die Rolle von Frauen am landwirtschaftlichen Betrieb. Für mich keine Kleinigkeiten, sondern Bemerkungen mit Symbolkraft.
Ein Handwerker war bei uns am Hof. Mein Vater war nicht da, ich unterstützte ihn also bei den Arbeiten. Als wir auf die Hofübernahme zu sprechen kamen, meinte er: “Jetzt schaust eh einmal, wer auf den Hof kommt. Dann kannst immer noch schauen, ob dir die Arbeit taugt.“ Als würde die Leidenschaft einer Frau für die Landwirtschaft ausschließlich von einem zukünftigen Partner abhängen.
Beim nächsten Punkt, der Erklärung einer weiteren technischen Tätigkeit, wiederholte sich das Muster. Ich sagte: “Das können Sie mir auch erklären, ich geb’s dann weiter.“ Seine Antwort: “Ja schau’s dir an, aber anrufen werd’ ich den Bauern trotzdem, damit’s richtig weitergegeben wird.“
Freude kommt ganz von allein
Ich weiß nicht, ob er damit gerechnet hat, jemals als “Beispiel“ in einem Artikel vorzukommen. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir über die Freude am Beruf Landwirtschaft sprechen müssen und darüber, was sie manchmal schmälert.
Manche entdecken diese Freude durch eine Partnerschaft, andere ganz allein, so wie es eben bei allen Lebenswegen der Fall sein kann. Aber weshalb wird Frauen noch immer abgesprochen, sich für technische oder fachliche Themen wirklich zu interessieren? Warum wird Kompetenz oft männlich gelesen?
Die Kommentare des Handwerkers kennen viele Frauen in der Landwirtschaft nur allzu gut. Sie zeigen ein Denkmuster, das längst überholt ist. Denn ja: Wir Frauen können Freude an diesem Beruf haben. Und ja, wir können uns für technische Lösungen interessieren. Ganz unabhängig davon, ob Mann vorhanden ist oder nicht.
Das Berufsbild Bäuerin ist vielfältig: landwirtschaftlich, organisatorisch, wirtschaftlich, technisch, sozial. Es ist Zeit, dass wir es auch so benennen.
Manche entdecken diese Freude durch eine Partnerschaft, andere ganz allein, so wie es eben bei allen Lebenswegen der Fall sein kann. Aber weshalb wird Frauen noch immer abgesprochen, sich für technische oder fachliche Themen wirklich zu interessieren? Warum wird Kompetenz oft männlich gelesen?
Die Kommentare des Handwerkers kennen viele Frauen in der Landwirtschaft nur allzu gut. Sie zeigen ein Denkmuster, das längst überholt ist. Denn ja: Wir Frauen können Freude an diesem Beruf haben. Und ja, wir können uns für technische Lösungen interessieren. Ganz unabhängig davon, ob Mann vorhanden ist oder nicht.
Das Berufsbild Bäuerin ist vielfältig: landwirtschaftlich, organisatorisch, wirtschaftlich, technisch, sozial. Es ist Zeit, dass wir es auch so benennen.
Zeit zum Umdenken
Die Freude am Beruf entsteht aus Kompetenz, Leidenschaft und Verantwortung, nicht aus einer Heiratsurkunde. Und ja: Landwirtschaft funktioniert nur im Miteinander. Aber Zusammenarbeit auf Augenhöhe bedeutet, dass niemand ständig seine Kompetenz beweisen muss. Es ist Zeit, dass jede Frau ihre Freude an diesem Beruf leben kann, ohne durch veraltete Denkmuster gebremst zu werden.