Hülsenfrüchte: Mehr Wissen bringt mehr Vielfalt auf Feld und Teller

Hülsenfrüchte verbinden vieles, was eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung ausmacht: Sie sind wertvolle Lebensmittel, stärken unsere Böden und gehören seit Generationen zur bäuerlichen Küche. Dieses Wissen weiterzugeben, ist auch eine wichtige Aufgabe der Seminarbäuerinnen, so Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.
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Bohnenstrudel mit Apfel-Karottensalatl © Carina Laschober-Luif
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen oder Kichererbsen zählen zu den vielseitigsten Lebensmitteln. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und wichtige Mineralstoffe und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung.
 
Dennoch spielen Hülsenfrüchte im Alltag vieler Menschen eine geringere Rolle als möglich wäre. Laut Informationen des forum. ernährung heute (f.eh) liegt der durchschnittliche Verzehr in Österreich deutlich unter den Ernährungsempfehlungen.
 

Wertvoll für Ernährung und Gesundheit

Hülsenfrüchte liefern je nach Sorte zwischen 6 und 35 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm Trockengewicht und gelten als wichtige pflanzliche Proteinquelle. In Kombination mit Getreide - etwa bei traditionellen Gerichten wie Linsen mit Knödeln oder Reis mit Bohnen - ergänzen sich die Aminosäuren optimal und unterstützen die körpereigene Eiweißbildung.
 
Regelmäßiger Verzehr kann zudem positive Effekte auf Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutzucker, Darmgesundheit und Gewichtsmanagement haben.

Auch am Feld wertvoll

Nicht nur auf dem Teller, auch auf dem Feld leisten Hülsenfrüchte einen wichtigen Beitrag. Sie binden Stickstoff aus der Luft und verbessern dadurch die Bodenfruchtbarkeit. Als Bestandteil der Fruchtfolge unterstützen sie eine nachhaltige Landwirtschaft und können die Wasserverfügbarkeit für Folgekulturen verbessern. Damit verbinden Hülsenfrüchte ökologische Vorteile in der Produktion mit einer hohen ernährungsphysiologischen Qualität.

Bäuerinnen vermitteln Wissen über Lebensmittel

Bäuerinnen leisten einen wichtigen Beitrag, um Wissen über Lebensmittelproduktion und Ernährung weiterzugeben. Besonders Seminarbäuerinnen bringen Konsumentinnen und Konsumenten in Kochkursen, Vorträgen und Schulprojekten die Vielfalt regionaler Lebensmittel näher. Sie zeigen praxisnah, wie Lebensmittel entstehen und wie sie genussvoll und nachhaltig zubereitet werden können. Auch Hülsenfrüchte sind dabei immer wieder Thema - von Tipps zur richtigen Zubereitung bis zu neuen Rezeptideen für den Alltag.

Lernen, kochen und ausprobieren

Wer mehr über Hülsenfrüchte erfahren möchte, findet zahlreiche Informationen und Rezepte auf der Plattform Esserwisser sowie in Kochkursen der Seminarbäuerinnen. Dort lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Bohnen, Linsen und Co. einfach und vielseitig in den Speiseplan integriert werden können.
 
So wird sichtbar: Hülsenfrüchte sind kein Ernährungstrend, sondern ein traditionsreiches Lebensmittel mit Zukunft - auf den Feldern unserer Bäuerinnen ebenso wie in der Küche.
 

Kurse, Informationen und Rezepte von Bäuerinnen

Quelle: forum. ernährung heute (f.eh), Presseaussendung „Hülsenfrüchte: Wissenslücke schließen, um Potenziale abzurufen“, 10. März 2026.