FAO-Direktor Al-Khafaji zu Gast in Vorarlberg

Internationaler Austausch im Rahmen des Bundesbäuerinnentages 2026.
Im Rahmen des Bundesbäuerinnentages 2026 in Feldkirch war Raschad Al-Khafaji, Direktor des Verbindungsbüros der FAO mit der EU in Brüssel, am 14. und 15. April in Vorarlberg zu Gast. Ziel der Termine war der Aufbau und die Vertiefung von Kontakten zwischen internationalen Organisationen und regionalen Ebenen sowie der Austausch zu zentralen Zukunftsthemen der Landwirtschaft.
 
Im Mittelpunkt standen insbesondere Frauen in der Landwirtschaft, die Situation junger Bäuerinnen und Hofübernehmer:innen, Diversifizierungsformen wie Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof oder Green Care, Bildungsangebote für Frauen sowie Fragen rund um Generationswechsel und Lebensmittelwertschätzung.
Der Auftakt erfolgte am 14. April mit einem Kamingespräch in Feldkirch gemeinsam mit Vizepräsidentin LAbg. Andrea Schwarzmann, DIin Vera Kasparek-Koschach vom Projekt “Vorarlberg am Teller“ und LFI Geschäftsführerin Mag. Romana Schneider. Im Fokus standen Regionalität, Diversifizierung und Bildungsarbeit in Vorarlberg.
 
Am 15. April standen Praxis und Austausch im Mittelpunkt:

Beim Besuch des Ferienhofs Kopf in Mäder erhielt die Delegation Einblick in einen vielfältig aufgestellten landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung, Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof. Im Anschluss fand im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems ein intensiver Austausch mit Schüler:innen statt, bei dem internationale Perspektiven der FAO und Fragen der jungen Generation diskutiert wurden.
Im Sinne des Mottos “Regional verwurzelt. International vernetzt“ haben am Rande des Bundesbäuerinnentages 2026 in Feldkirch Irene Neumann-Hartberger (Österreichische Bundesbäuerin) und Esther Bitschnau (Landesbäuerin von Vorarlberg) mit Petra Bentkämper (Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes), Antonia Egger-Mair (Landesbäuerin von Südtirol), Anne Challandes (Präsidentin des schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes) sowie Raschad Al-Khafaji (Direktor des Verbindungsbüros der FAO mit der EU in Brüssel) auf Grundlage des österreichischen Positionspapiers anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin 2026 die auch heute noch herausfordernde Situation der Landwirtinnen diskutiert.
 
Unter anderem wurden die mangelnde Entlohnung für die Leistungen der Landwirtschaft, die teils ungenügende soziale Absicherung der Landwirtinnen, ihre hohen psychosozialen Belastungen sowie das fehlende gesellschaftliche Bewusstsein für Ursprung, Wert und Qualität gesunder Lebensmittel als gemeinsame Problemstellungen identifiziert. Als politische Maßnahmen wurde unter anderem gefordert, die soziale Absicherung von Landwirtinnen zu stärken, Frauen im ländlichen Raum mit ihren Leistungen und ihrer Last auch in Statistiken sichtbarer zu machen und Ernährungsbildung schon früh als Schulfach einzuführen - denn der Weg hin zu einer gesunden und regionalen Ernährung wird schon in Kinderjahren eingeschlagen.
Alle Fotos vom Bundesbäuerinnentag 2026 können Sie hier einsehen.