Bäuerinnen genossen ihren "Feischtag"

Bäuerinnen können mehr als Krapfen backen und für den Blumenschmuck sorgen - sie sind die Seele der Landwirtschaft. Landesrätin Maria Hutter
von li: Präsident Rupert Quehenberger, Landesbäuerin Claudia Entleitner, Landesrätin Maria Hutter, BBK-Obmann Klaus Vitzthum © Salzburger Bauer
Auch dieses Jahr sind wieder viele Pinzgauer Bäuerinnen der Einladung zum Bezirkstag gefolgt. Gemeinsam haben sie im Gasthof Schörhof  in Saalfelden einen unterhaltsamen und zugleich informativen Vormittag verbracht.

".... gute Beziehungen"

Die Lebens- und Sozialberater Susanne Fischer und Erhard Reichsthaler boten auf sehr unterhaltsame Weise Einblicke in schwierige Beziehungens-Verflechtungen auf Bauernhöfen. "Es gibt die steigende Tendenz, dass sich auch Bauern und Bäuerinnen trennen", erklärten sie unisono.
Ansprüche an Beziehungen seien heute stark überzogen und es komme schnell zu leichtfertigen Trennungen. "Heute herrscht eine Umtauschmentalität", formulierten es die Berater. "Dabei stärkt es ein Paar, wenn es Krisen gemeinsam durchsteht."
Allerdings gaben sie auch zu bedenken, dass das Generationenmodell auf den Höfen eine besondere Herausforderung darstellt.
Auf humorvolle Art beschrieben sie die unterschiedliche Dynamik, wenn auf einem Hof eingeheiratet wird, und gaben auch wertvolle Tipps, wie Konflikte vermieden werden können, allen voran: "Gut getrennte Wohneinheiten müssen respektiert werden".
 

Zukunft am Hof gestalten

Man sollte nicht vergessen, dass Liebe kein Umerziehungsprozess ist und nicht mit Besitz verwechselt werden soll.
Die Botschaft, dass viele Bauern nach der Hofübergabe die Pension ignorieren, war für viele Zuhörerinnen nicht überraschend. Der Rat an sie lautete - weiter mithelfen, aber keine Chefs mehr sein wollen.
Zwei ganz junge Besucher haben diesen Vortrag verschlafen. Der kleine Sebastian, erst zwei Monate alt, begleitete seine Mama, Margret Hofer aus Zell am See. Natalie Breitfuß brachte ihre gleichaltrige Tochter Louisa mit. Für sie waren die Ratschläge der zwei Berater besonders wertvoll, ist sie doch neu beim Hartlbauer in Saalfelden eingezogen. Sie werde versuchen, einiges des Gehörten zu beherzigen, erklärte die junge Mutter.