Ohne Bäuerin läuft gar nichts

Unter dem Titel „Frau in der Landwirtschaft – Frau am Land“ wurde der Bäuerinnenbezirkstag im Lungau eröffnet.
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Der Bezirksausschuss der Bäuerinnen eröffnete den Lungauer Bäuerinnen Bezirkstag und gestaltete eine Interviewrunde zum diesjährigen Thema © Daniela Eder
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Verleihungen: Bäuerinnen-Ehrennadel an Maria Gruber, Ehrenzeichen der LK Salzburg an Brunhilde Fanninger - Präsident Rupert Quehenberger, Bezirksbäuerin Roswitha Prodinger, Landesbäuerin Claudi Entleitner, BBK-Obmann Johann Schitter © Daniela Eder
Die Veranstaltung stand klar im Zeichen des Stellenwerts und der Wichtigkeit der Frau im bäuerlichen Alltag. Mit den Grußworten des Bezirksausschusses der Bäuerinnen, der Landesbäuerin sowie des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Salzburg wurde in den Vormittag gestartet. Bezirksbäuerin Roswitha Prodinger, die auf die letzten fünf Jahre zurückblickte, erzählte mit großer Leidenschaft über ihr Herzensprojekt, das „Lungauer Kochwerk“: „Unsere Produkte gehören in ihrem Wert geschätzt, sie haben einen Mehrwert. Wir müssen mit unseren Konsumenten reden und unsere hochwertigen, regionalen Produkte besser vermarkten.“ Auch die Vizebürgermeisterin von Lessach, Martina Brugger, erzählte in der Interviewrunde, wie wichtig Frauen in vielen Funktionen seien und dass es oft das Engagement dieser brauche. Claudia Entleitner, die nun seit drei Wochen als Landesbäuerin im Amt ist, hatte beim Bäuerinnenbezirkstag ihren ersten öffentlichen Auftritt. „Jede Hand wird in der Landwirtschaft gebraucht. Wenn Mann und Familie hinter der Frau stehen, kann man auch als Bäuerin arbeiten gehen. Zudem ist es Fundament dafür, dass Frauen in politischen Handlungen mitwirken. Neben der vielen Arbeit sollte man auch nicht vergessen Kraft zu tanken, sich eine Auszeit zu gönnen und sich einmal auf die Bank zu setzen, um die schöne Landschaft zu genießen“, so Landesbäuerin Claudia Entleitner. „Ein großer Dank gilt auch allen Bäuerinnen, die die Verantwortung im ländlichen Raum übernehmen. Es ist unglaublich, wie vorausschauend und vorausdenkend die Bäuerinnen sind. Frauen sind bei der landwirtschaftlichen Arbeit den Männern gleichzustellen.“

Eine Kuh macht Muh

„Eine Frau als Tierärztin kann genauso viel wie ein Mann in diesem Beruf“, so der Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg, Rupert Quehenberger. Als facheinschlägige Vortragende war Tierärztin Astrid Brandl aus Bayern zu Besuch. Mit dem Thema „Eine Kuh macht Muh – viele Kühe machen Mühe“ gab sie die verschiedensten Erfahrungen aus ihrem Berufsleben preis. „Für mich ist Bäuerin der schönste Beruf, den es gibt, und das wusste ich schon von klein auf. Die Gesellschaft unter den Bauern, das taugt mir“, berichtet die leidenschaftliche Landtierärztin.