Wenn Praxis verbindet: Erstes österreichweites Praktiker:innentreffen

Seminarbäuerinnen treffen Schule am Bauernhof-Anbieterinnen.
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Praktikerinnentreffen 2026 © Corinna Gruber/LKÖ
Am 24. und 25. März 2026 fand erstmals ein österreichweites Praktiker:innentreffen der Seminarbäuerinnen und "Schule am Bauernhof"-Anbieter:innen statt. 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung aus.
 
Der Auftakt erfolgte mit einem stimmungsvollen "Kärntner Abend", bei dem die Projektarbeit von „Schule am Bauernhof“ und den Seminarbäuer:innen sowie die vielfältige Bildungsarbeit in Kärnten vorgestellt wurden. Vizepräsidentin Astrid Brunner sowie Präsident Siegfried Huber unterstrichen dabei die Bedeutung der agrarpädagogischen Arbeit. Eine praxisnahe Brotverkostung mit wertvollen Impulsen und Methoden für die Arbeit mit Kindern rund um Lebensmittelwertschätzung und Foodwaste rundete das Programm ab.

Agrarpädagogik so vielfältig wie die Landwirtschaft selbst

Am nächsten Tag erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit Fachvorträgen und Workshops. Thematische Schwerpunkte der Vorträge waren unter anderem die Rahmenbedingungen agrarpädagogischer Maßnahmen, präsentiert durch das BMLUK, die Biodiversität und Vielfalt am landwirtschaftlichen Betrieb sowie die Bedeutung von Strukturen und Lebensräumen am Hof für die Bildungsarbeit.
 
Dabei zeigte das ÖKL auf, wie kleine Elemente wie Hecken, Wildpflanzen oder Steinhaufen einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten und gleichzeitig großes Potenzial für die pädagogische Arbeit bieten. Ebenso wurde im Vortrag von "Land schafft Leben" vermittelt, wie Zusammenhänge zwischen Ernährung, Landwirtschaft und Klimawandel verständlich und greifbar aufbereitet werden können - etwa durch alltagsnahe Beispiele zu Konsumverhalten, Lebensmittelproduktion und Ressourcennutzung.

Neue Unterrichtsmaterialien

Ergänzend wurden neue Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung von Hofbesuchen vorgestellt, die Pädagog:innen in der Zusammenarbeit mit Seminarbäuerinnen und "Schule am Bauernhof"-Betrieben unterstützen.
 
Die Veranstaltung bot nicht nur fachlichen Input, sondern auch eine wertvolle Plattform für Austausch und Vernetzung zwischen den Seminarbäuer:innen und "Schule am Bauernhof"-Anbieter:innen untereinander - aber auch mit anderen Akteur:innen im Bereich der Agrarpädagogik. Zudem wurden wichtige Impulse und Inspirationen für die zukünftige Bildungsarbeit in der Landwirtschaft gegeben.
 
Dieses Veranstaltungsformat soll künftig alle zwei Jahre angeboten werden und findet das nächste Mal 2028 in Tirol statt.