Totschnig zum Weltfrauentag: Mehr weibliche Entscheidungskraft für starke Regionen
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: “Wer über die Zukunft unserer Höfe spricht, muss über die Realität der Bäuerinnen sprechen. Sie halten Betriebe am Laufen, oft ohne große Bühne. Vieles würde ohne sie nicht funktionieren. Es ist höchste Zeit, Strukturen zu stärken, die Frauen in die erste Reihe zu holen, ihre Arbeit sichtbarer und ihre Stimme hörbarer zu machen. Unsere Bäuerinnen sind die Basis unserer Versorgung“.
Mehrfachbelastung der Frauen am Hof
Es braucht mehr Frauen auch in der Regionalpolitik
Gleichstellung stärkt Landwirtschaft und ländliche Räume
Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger: “Bäuerinnen tragen auf ihren Höfen Verantwortung für Lebensmittel, Ressourcen und die Weiterentwicklung der Betriebe. Wenn sie auch in Gremien und Entscheidungsprozessen vertreten sind, entstehen Lösungen, die näher an der Realität der Landwirtschaft sind. Internationale Studien zeigen: Vielfalt in Entscheidungsprozessen ist ein nachgewiesener Erfolgsfaktor. Unterschiedliche Perspektiven führen zu besseren Ergebnissen, stärken die Innovationskraft und fördern eine nachhaltige Entwicklung. Programme wie ZAMm unterwegs mit dem Lehrgang ‘Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum‘ zeigen, welches Potenzial hier vorhanden ist. Wenn Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und Verantwortung übernehmen, stärkt das die Betriebe, die Regionen und die gesamte Landwirtschaft.“
“Frauen sind treibende Kräfte bei der Weiterentwicklung unserer Höfe. Sie stoßen Diversifizierung an, bringen Innovationen auf den Weg und denken Landwirtschaft ganzheitlich weiter. Es ist wichtig, dass Frauen stärker in politischen Funktionen und Entscheidungsprozessen mitwirken und aktiv bestimmen. Ihre Sicht ist unverzichtbar, weil sie mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen wichtige Perspektiven einbringen“, so der Landwirtschaftsminister.
Laut Totschnig brauche es darüber hinaus attraktive Arbeitsplätze in den Regionen. Dazu gehöre auch der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, genauso wie Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.
Zukunft der Landwirtschaft ist weiblich
Frauen in der Landwirtschaft - Status quo
- Mehr als jeder dritte Bauernhof in Österreich wird von einer Frau geführt, das sind rund 36.000 Betriebe. In Oberösterreich und Salzburg liegt der Anteil sogar bei jeweils 42%.
- Mit 36% Betriebsleiterinnen liegt Österreich im internationalen Vergleich im Spitzenfeld. In Deutschland sind es 11%, in der Schweiz 7%. EU-weit belegt Österreich damit Platz vier.
- Auch der Nachwuchs ist zunehmend weiblich: In den land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen ist bereits mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler weiblich. Bei Lehr- und Facharbeiterabschlüssen nähert sich der Frauenanteil der 50-Prozent-Marke. Die Landwirtschaft von morgen ist damit klar weiblich geprägt.
Downloads zum Thema
- 1_Frauen und Betriebsleitung_A_EU_Inter Jahr der Bäuerinnen_2026 03 05 PPTX 1,18 MB
- 2_Frauen und Ausbildung_Inter Jahr der Bäuerinnen_2026 03 05 PPTX 0,97 MB
- 3_Frauen und Arbeitskraft_Beschäftigung_Inter Jahr der Bäuerinnen_2026 03 05 PPTX 973,00 kB
- 4_Frauen und Care_Inter Jahr der Bäuerinnen_2026 03 05 PPTX 907,58 kB