Bäuerliches Unternehmertum ist entscheidender Erfolgsfaktor für landwirtschaftliche Familienbetriebe
Totschnig ehrt freiwillig buchführende land- und forstwirtschaftliche Betriebe für den Grünen Bericht mit Spitzenleistungen.
Die heimische Land- und Forstwirtschaft sichert unsere Lebensmittelversorgung, schützt Umwelt und Klima und prägt unsere Kulturlandschaft. Mit einer besonderen Auszeichnung würdigt das Landwirtschaftsministerium alle zwei Jahre jene Betriebe, die außerordentlichen wirtschaftlichen Erfolg mit unternehmerischem Weitblick verbinden.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: “Die diesjährige Prämierung zeigt einmal mehr, dass konsequente Buchführung, gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung und Modernisierung, Diversifizierung sowie eine fundierte Aus- und Weiterbildung entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Wer dokumentiert, entscheidet zielorientierter. Die Auszeichnung ist Anerkennung und Ansporn zugleich, denn die Daten des Grünen Berichts sind eine wichtige Grundlage für agrarpolitische Entscheidungen und zugleich ein wertvoller Kompass für jeden landwirtschaftlichen Betrieb.“
Am 16. März 2026 erhielten sieben Betriebe aus ganz Österreich eine besondere Würdigung im Rahmen einer Festveranstaltung im Landwirtschaftsministerium am Stubenring in Wien für ihre unternehmerische Leistung. Darüber hinaus erhielten auch jene Betriebe besondere Anerkennung, die ihre Buchführungsergebnisse seit 50, 70 oder sogar über 70 Jahren für den Grünen Bericht - eine jährliche Analyse wesentlicher Entwicklungen in der Landwirtschaft - zur Verfügung stellen.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: “Die diesjährige Prämierung zeigt einmal mehr, dass konsequente Buchführung, gezielte Investitionen in die Weiterentwicklung und Modernisierung, Diversifizierung sowie eine fundierte Aus- und Weiterbildung entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Wer dokumentiert, entscheidet zielorientierter. Die Auszeichnung ist Anerkennung und Ansporn zugleich, denn die Daten des Grünen Berichts sind eine wichtige Grundlage für agrarpolitische Entscheidungen und zugleich ein wertvoller Kompass für jeden landwirtschaftlichen Betrieb.“
Am 16. März 2026 erhielten sieben Betriebe aus ganz Österreich eine besondere Würdigung im Rahmen einer Festveranstaltung im Landwirtschaftsministerium am Stubenring in Wien für ihre unternehmerische Leistung. Darüber hinaus erhielten auch jene Betriebe besondere Anerkennung, die ihre Buchführungsergebnisse seit 50, 70 oder sogar über 70 Jahren für den Grünen Bericht - eine jährliche Analyse wesentlicher Entwicklungen in der Landwirtschaft - zur Verfügung stellen.
Erfolg braucht Teamgeist
Die ausgezeichneten Betriebe zeigen, wie vielfältig und innovativ die österreichische Landwirtschaft ist. Sie stehen für unterschiedliche Regionen und Produktionszweige und beweisen, dass wirtschaftlicher Erfolg in allen Sparten möglich ist. Anlässlich des internationalen Jahres der Bäuerin wurden heuer erstmals ausschließlich partnerschaftlich geführte Betriebe prämiert- sieben Betriebe mit starken, engagierten Frauen. “Erfolg braucht Teamgeist, Innovationskraft und eine solide Datengrundlage. Wer seine Zahlen kennt, kann Chancen besser nutzen und Herausforderungen gezielter begegnen“, so Totschnig.
Sieben Erfolgsbetriebe als Vorbilder
Die prämierten Betriebe konnten in den vergangenen fünf Jahren besonders positive wirtschaftliche Entwicklungen vorweisen. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen insbesondere: konsequente Buchführung, gezielte Investitionen in moderne und hochwertige Anlagen, gut ausgebildete Betriebsleitungen und strategische betriebliche Weiterentwicklung.
Viele der ausgezeichneten Betriebe setzen zusätzlich auf Diversifizierung und erschließen neue Einkommensquellen. Beispiele dafür sind erneuerbare Energie oder Angebote wie Urlaub am Bauernhof.
Viele der ausgezeichneten Betriebe setzen zusätzlich auf Diversifizierung und erschließen neue Einkommensquellen. Beispiele dafür sind erneuerbare Energie oder Angebote wie Urlaub am Bauernhof.
Die Nominierung
Die Auswahl der Betriebe basiert auf den Daten des jährlich veröffentlichten Grünen Berichts sowie auf der Studie “Was wir von erfolgreichen Landwirtinnen und Landwirten lernen können“. Diese wurde gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, der LBG Österreich sowie der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen erstellt.
Die sieben Erfolgsbetriebe (in alphabetischer Reihenfolge):
- Familie (sen.) Brait - Oberösterreich
- Betriebsform: Veredelung, Zuchtsauen
- Familie Brait führt einen Ferkelbetrieb und züchtet dabei die Jungsauen selbst. Im Ackerbau werden neben verschiedenen Getreidesorten auch Raps, Soja, Mais und Zuckerrüben angebaut.
- Familie Grießlehner - Niederösterreich
- Betriebsform: Futterbau, Rindermast
- Auf dem Familienbetrieb wird Rindermast mit Ackerbau kombiniert. Dabei erzeugt der Betrieb sowohl hochwertige Marktfrüchte als auch gesundes Futter für die Tiere. Familie Grießlehner setzt auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, indem der Mist der Tiere als wertvoller Dünger auf den Feldern genutzt wird.
- Familie Hafner - Niederösterreich
- Betriebsform: Marktfrucht
- Auf dem Bauernhof der Familie Hafner dreht sich alles um den Anbau von Erdäpfeln, Gemüse und Saatgutvermehrungen. Dank der Möglichkeit zu bewässern, können stabile Erträge und Qualitäten produziert werden.
- Familie Klammer - Osttirol
- Betriebsform: Bergbau, Diversifizierung
- Familie Klammer führt einen Bio-Bergbauernhof (Erschwernisgruppe 4) mit zehn Kühen und eigener Nachzucht, Hühnern und einem Wald. Zudem vermieten sie zwei Ferienwohnungen und verbinden Berglandwirtschaft mit sanftem Tourismus. Moderne Technik, effiziente Abläufe und Tierwohl prägen den naturnahen, zukunftsorientierten Betrieb im alpinen Raum.
- Familie Kogler - Oberösterreich
- Betriebsform: Futterbau, Milchvieh
- Familie Kogler kombiniert Ackerbau und Grünlandbetrieb mit Milchviehhaltung. Auf ihrem Hof wird auch Strom mittels Photovoltaik für 125 Haushalte erzeugt. Sie wurden ebenfalls als Jubiläumsbetrieb für den Grünen Bericht mit einer Urkunde geehrt.
- Familie Mandl - Steiermark
- Betriebsform: Forstwirtschaft
- Der Biobetrieb von Familie Mandl steht auf den drei Standbeinen Forstwirtschaft, Vermietung von Hütten und einer Ferienwohnung sowie Mutterkuhhaltung.
- Familie Paschek - Steiermark
- Betriebsform: Dauerkultur, Beerenobst
- Der Bauernhof beschäftigt sich mit Heidelbeeren und Johannisbeeren. Um erfolgreich zu sein, legt Familie Paschek großen Wert auf Absicherung der Kulturen mittels Tropfbewässerung mit Fertigation, Folienüberdachung, Hagelnetz, Insektennetz zum Einsatz.
Es wird auch einiges an Zeit und Geld investiert um einiges auszuprobieren, z.B. neue Sorten, verschiedene Dünger oder Kulturschutz. Auch besuchen wir diverse Seminare und Fachmessen im In- und Ausland.“
Die Jubiläumsbetriebe (in alphabetischer Reihenfolge)
- 50 Jahre - Ersteintritt 1975:
- Familie Danter (OÖ)
- Herr Jaschke (NÖ)
- Herr Neuheimer (NÖ)
- Familie Ofner (STMK)
- Herr Suette (Kärnten)
- 70 Jahre - Ersteintritt 1955:
- Herr Waselmayr (OÖ)
- Über 70 Jahre - Ersteintritt vor 1955:
- Familie Kogler (OÖ)
- Frau Wahl (OÖ)
- Herr Haberbauer (OÖ)