Wie Konsumenten die heimische Landwirtschaft sehen

Beim Kommunikationstag im Rahmen der Wintertagung wurde eine APA-Studie zum Bild der Österreicher über die Landwirtschaft präsentiert.

Ziel ist ein modernes und realistisches Bild der Landwirtschaft

Beim Begriff Landwirtschaft denken die Befragten der APA-Research-Studie als erstes an Bauern, Tierhaltung, Felder, Getreide, die Farbe Grün, Kühe und Landschaftspflege.  Beim Thema Lebensmittelproduktion ist der Hauptbegriff Bio, gefolgt von Mais, Käse, Milch, Fleisch - aber auch Massentierhaltung. Auffällig ist laut Studienautorin DDr. Julia Wippersberg, Science- und Research-Chefin bei der APA, dass das Schlagwort Gentechnik von niemandem genannt wurde. Auch das Thema Subventionen wurde von keinem der Befragten aus eigenen Stücken genannt.
Zudem zeigte sich, dass Landwirtschaft in größtem Maß mit Lebensmittelproduktion gleichgesetzt wird und dass sich insgesamt ein sehr differenziertes Bild der Landwirtschaft ergibt. Gerne hätte man es praktisch romantisch, die Realität schaue aber anders aus.
Die Arbeitssituation der Bauern wird als schwierig angesehen. Harte Arbeit, Vorschriften und ein hoher Technisierungsgrad werden in dieser Studie geortet.
Kaum jemand möchte selbst Bauer sein, die Befragten sind sich nicht sicher, ob man von der Landwirtschaft leben kann. Bezüglich Informationen über die Landwirtschaft wurde der Wunsch nach mehr Infos über die Lebensmittelproduktion genannt. Hier ist den Befragten aber nicht klar, welchen Informationen sie vertrauen können.
Auch die verschiedenen Gütesiegel - das AMA-Gütesiegel kannten 100 Prozent - genießen
"kein großes Vertrauen, das Misstrauen ist recht hoch ausgeprägt". Trotzdem spielt beim Einkauf von Lebensmitteln vor allem der Preis eine Rolle. Ältere bevorzugen regionale und saisonale Produkte, während Jüngere stärker auf Bio- und Fairtrade-Waren setzen.