Wer is(s)t, ist Teil der Landwirtschaft

Woche der Landwirtschaft" vom 28. April bis 5. Mai 2019
Wer is(s)t, ist Teil der Landwirtschaft
"Bereits zum 16. Mal machen alle Landwirtschaftskammern in Österreich von Ende April bis Anfang Mai eine Woche lang die nicht-agrarische Bevölkerung auf Anliegen der Bäuerinnen und Bauern aufmerksam. Das heurige Motto lautet: 'Wer is(s)t, ist Teil der Landwirtschaft' und soll zeigen, wie eng das tägliche Leben mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden ist. Dazu hat LK Österreich auch einen Kurzfilm produziert, der anhand unterschiedlichster Themenfelder die Konsumentinnen und Konsumenten darüber informieren soll, dass enorm viele Lebensbereiche bereits 'Teil der Landwirtschaft' sind. Denn die Verbraucher sind Partner der Bäuerinnen und Bauern. Deren täglicher Einkauf bestimmt letztlich, welche Art von Landwirtschaft in Österreich betrieben wird. Der Griff ins Regal ist der Moment der Wahrheit. Klar gekennzeichnete Herkunft erleichtert es den Konsumenten, bewusst zu heimischer Ware zu greifen. Daher fordern wir die Herkunftskennzeichung von Primärprodukten bei Verarbeitungserzeugnissen und klare Transparenz in der Gemeinschafts-Verpflegung“, erklärte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger bei der Präsentation des LK Österreich-Films "Wer is(s)t, ist Teil der Landwirtschaft".

Partnerschaft auf Augenhöhe

"Von unseren Bauern werden vielfach, nicht zuletzt vom Lebensmittelhandel, im EU-Vergleich deutlich höhere Standards verlangt. Aus diesem Grund litt bereits in einigen Sparten die Produktion, wie bei Erdäpfeln oder Puten. Fehlende Mengen werden vom Handel importiert, ohne dass jedoch in den Herkunftsländern der Importwaren die selben Standards eingehalten werden, die man von Österreichs Bauern verlangt. Das ist ganz klare Wettbewerbsverzerrung zu Lasten unserer Betriebe", so Moosbrugger weiter, der ergänze: "Die Bäuerinnen und Bauern decken den Tisch der Österreicherinnen und Österreicher. Auf dem Weg zu den Konsumenten arbeiten wir mit Verarbeitungswirtschaft und Handel zusammen. Für eine gelingende Partnerschaft braucht es dabei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wer strenge Regeln, also den Gold-Standard will, der kann nicht zu Blech-Preisen bezahlen".

Auch in der Beschaffung der öffentlichen Hand, die ja die strengen österreichischen Standards beschließt, müsse das Best- vor dem Billigstbieter-Prinzip gelten, so der Präsident. Denn es könne nicht sein, dass der Gesetzgeber den Bauern strengste Produktionsregeln vorschreibe, sich selber aber in der Beschaffung von Lebensmitteln nicht daran halte. Moosbrugger: "Die Landwirtschaft ist bereit, die Wünsche der Konsumenten nach noch mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl, Pflanzengesundheit etc. zu erfüllen. Das geht jedoch nicht zu Billig-Preisen. Und das geht auch nicht mit einem gekürzten EU-Budget, das genau dort den Rotstift ansetzen will, wo bis jetzt die Zusatzleistungen für Umwelt und Tierwohl honoriert worden sind."

Der Film

Konkret sieht man in dem von der Medienabteilung der LK Salzburg produzierten Film neben dem klassischen Bereich Ernährung auch Holz als vielfältig einsetzbaren Rohstoff, es werden Beispiele für Bioökonomie gezeigt, es wird erwähnt, dass die Waldbauern jährlich Holz für 5 Mio. t Papier anliefern und es ist zu erfahren, dass ein Bauer 117 Menschen für nur 11% des Haushaltsbudgets ernährt. Weiter informiert der kurze Streifen darüber, dass die LK Österreich mit der Initiative „Gut zu wissen“ mehr Transparenz in die Gemeinschaftsverpflegung bringen will und dass die Landwirte mit der gepflegten Kulturlandschaft eine wesentliche Basis für den Tourismus legen. Der Film wird sowohl in einer längeren Fassung (3 Minuten) als auch in der Kurzfassung für Social Media Einsatz (30 Sekunden) publiziert werden.