Weihnachten: Zeit des Schenkens

Hier ein paar Tipps, um das passende Geschenk für Verwandte und Freunde zu finden.
P_ALT
cartoons 10 Weihnachten 2020 © LKÖ/www.cartoon4you.com
Wer kennt das nicht? Ein Geburtstag steht bevor, der Neffe hat die Lehrabschlussprüfung bestanden und man hat keine Ahnung, was man schenken soll. Oder man fühlt sich verpflichtet zu schenken, hat das Gefühl von Schenk-(Kauf)- Werbung überschwemmt zu werden. Warum Schenken glücklich machen kann und wie man das richtige Geschenk findet, auch ohne Onlineshops, steht in den folgenden Zeilen. Warum macht man eigentlich Geschenke? Die meisten würden sagen: um jemandem Freude zu bereiten. Aber viel häufiger finden sich andere Gründe.

Gründe für das Schenken

Einer der Top-Gründe ist nämlich reine Höflichkeit. Auch Dankbarkeit, Wertschätzung oder der eigene Anspruch sind Motivationen, andere zu beschenken. Der Gerechtigkeitssinn führt einen schließlich noch zu einem fünften Grund: dem Gegengeschenk. Jemand hat Geburtstag und einem fällt ein, dass man von dieser Person im letzten Jahr beschenkt worden ist. Ob man nun viel miteinander zu tun hat oder nicht - meistens siegt doch der Gerechtigkeitssinn und man wird die Person mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Gegengeschenk beglücken. Mithilfe der Magnetresonanztomographie konnte gemessen werden, dass das Beschenken von anderen im Gehirn das eigene Belohnungszentrum aktiviert. Klingt etwas paradox, aber es kommt noch besser: Bei den untersuchten Probanden wurde durch das Versprechen, jemanden zu beschenken, deren Großzügigkeit zusätzlich angekurbelt. Geld für sich auszugeben macht im Vergleich dazu um einiges weniger Spaß. Ein Grund mehr, sich gegenseitig kleine Aufmerksamkeiten zukommen zu lassen.

Was soll's denn sein?

Neben herkömmlicher Shoppingware kann man auch einmal Anderes schenken.

  • Von seltenem Wert
Kostbar ist, was einem fehlt, und das ist häufig Zeit: ein gemütlicher Tratsch bei Kaffee und Kuchen, ein Spaziergang zu zweit oder lange intensive Gespräche. Hier kommt es vor allem darauf an, nicht abgelenkt zu sein und sich in den anderen hinein zu versetzen.
 
  • DIY - "Do It Yourself
Vielleicht nicht unbedingt das Ideale für Kinder, aber die selbst gestrickten Socken von der Oma gewinnen mit zunehmendem Alter an immer größerem Wert.

  • Spenden
Ja, man kann auch Spenden schenken. Die Enkelkinder überraschen, indem man die Umsetzung von deren Ideen oder Projekten online durch das sogenannte "Crowdfunding" mit dieser finanziellen Hilfe ankurbelt.

  • Hilfe/Arbeit schenken
Eine andere Idee ist, doch einmal das Bügeln von Wäsche oder die Hilfe beim Aufräumen zu verschenken - aber bitte auch ausführen!

Das richtige Geschenk finden

Gibt es eine Strategie, um die passenden Geschenke zu finden? Wir haben recherchiert und hier sind die drei Schritte zum richtigen Geschenk für die "Zielperson".

Schritt 1: Die Liste
Aufschreiben, was die Person interessiert. Was macht diese beruflich, was macht sie in ihrer Freizeit? Wenn man sich hier nicht sicher ist, so kann man der Person nahestehende Verwandte fragen.

Schritt 2: Die Lücke
Als Zweites kann man sich fragen, was gebraucht wird. Was hat die Person schon zuhause? Was hat diese schon erlebt oder genossen? Auch hier gilt: An Personen wenden, die vielleicht mehr Kontakt haben.

Schritt 3: Die Auswahl
Im engeren Kreis befinden sich nun schon heiße Kandidaten für das nächste Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Jetzt gilt es, das Beste herauszupicken. Einen Blick in die gemeinsame Vergangenheit werfen. Was hat man zusammen erlebt, erreicht, welche Dinge findet man beide lustig und interessant? Nun das Geschenk wählen, welches am meisten Verbindung zwischen der beschenkten Person und einem selbst erzeugt und man kann sich sicher sein, das richtige Geschenk gefunden zu haben.