SVB-Obrau Theresia Meier begrüßt Steuerreform-Pläne

Insgesamt beurteilt die SVB-Obfrau Theresia Meier die geplanten Maßnahmen zur Steuerreform für den Bereich Landwirtschaft als sehr positiv. "Sie bringen notwendige Entlastungen für die bäuerlichen Familienbetriebe", so Meier in einer Presseaussendung.
Ende April hat ide österreichische Bundesregierung die Eckpunkte der geplanten Steuerreform präsentiert. Die Pläne für die Steuerreform beinhalten auch für die Land- und Forstwirtschaft eine Reihe von Maßnahmen, die für eine wirtschaftlich gesunde Weiterentwicklung der bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich eine wichtige Basis darstellen. Den sozialversicherungsrechtlichen Reformteil beurteilt Theresia Meier, Obfrau der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), nicht nur als Entlastung für die Landwirtschaft, dieser sei auch Ausdruck verantwortungsbewusster Entscheidungen.
"Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen im Bereich der Sozialversicherung kommt es für die bäuerlichen Betriebe einerseits zu einer wichtigen Abgaben-Entlastung, andererseits auch zu ersten Harmonisierungsschritten in Hinblick auf die Zusammenführung der beiden Versicherungsträger - SVB und SVA der gewerblichen Wirtschaft - zur Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS)."

Absenkung des KV-Beitrages, Verbesserung der Pensions-Beitragsgrundlage für Junge

Im Konkreten sehen die Reformvorhaben im Bereich Sozialversicherung für die bäuerlichen Betriebe eine Absenkung des Krankenversicherungs(KV)-Beitrages um 1% vor. Weiters ist eine Anpassung der Mindestbeitragsgrundlage in der KV - sowohl bei der pauschalen als auch bei der Beitragsbemessung auf Basis des Einkommensteuerbescheides - vorgesehen und damit eine Angleichung auf die Versicherungsgrenze für Dienstnehmer beziehungsweise die Mindestbeitragsgrundlage im gewerblichen Bereich.
"Diese Harmonisierung bringt eine Entlastung für unsere Betriebe", freut sich Meier und verweist zudem auf eine in die Zukunft gerichtete Maßnahme für Hofübernehmer: "Die Verbesserung der Pensions-Beitragsgrundlage für im Betrieb hauptberuflich beschäftigte Kinder, deren Finanzierung vom Bund übernommen werden wird, ist ein wichtiges Signal an die Jungen. Damit werden eine entsprechende Basis für die spätere Pensionsleistung sowie vernünftige Rahmenbedingungen für die jungen Leute in der Landwirtschaft geschaffen".
 

Verbesserungen auch für bäuerliche Pensionisten

Die Entlastungsmaßnahmen für Pensionisten gelten im gleichen Umfang auch für die Bauern-Pensionisten - für Letztere mit ganz niedrigen Pensionen wird der Zugang zur Ausgleichszulage beziehungsweise die Ausgleichszulagenhöhe verbessert werden. Dies, indem die Anrechnung des "fiktiven Ausgedinges" nach einer Betriebsaufgabe von 13 auf 10% des Richtsatzes abgesenkt wird. Diese Anpassung an die tatsächliche Lebenswelt bäuerlicher Pensionisten war schon lange eine Forderung der bäuerlichen Gruppe. Die nunmehrige Umsetzung ist eine wichtige und richtige Verbesserung, gerade für jene Menschen, die mit wenig Geld ihr Leben meistern müssen", so Meier. Insgesamt beurteilt die SVB-Obfrau die geplanten Maßnahmen zur Steuerreform für den Bereich Landwirtschaft als sehr positiv, sie bringen notwendige Entlastungen für die bäuerlichen Familienbetriebe. Die sozialversicherungsrechtlichen Änderungen sind laut Theresia Meier zudem nachhaltige Verbesserungen, um die soziale Absicherung der bäuerlichen Familien gleichwertig mit anderen Berufsgruppen weiterhin sicherzustellen.