Schwarzmann: Natürliche Vielfalt ist unentbehrliche Ressource

Blühendes Österreich zeichnete herausragende Naturschutzinitiativen aus
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Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann © LKÖ_APA_Ludwig Schedl
Bei der Verleihung des größten heimischen Naturschutzpreises "Die Brennnessel" durch die Stiftung Blühendes Österreich - Rewe International gemeinnützige Privatstiftung in Kooperation mit Adeg und dem Österreichischen Gemeindebund feierten im Festsaal der Rewe International AG Seite an Seite rund 250 geladene Gäste, darunter die Österreichischen Bäuerinnen, die Jägerschaft, die Muslimischen Pfadfinder, die heimische Wirtschaft, Vertreter der Bundes-, Landes- und Regionalpolitik, Lehrer und Schüler, Vereine, NGOs und zahlreiche, privat engagierte Personen. Auch Bundesministerin Leonore Gewessler zeigte sich von den nachhaltigen Initiativen beeindruckt.
"Natürliche Vielfalt ist für die Landwirtschaft und damit für die Ernährungssicherung eine unentbehrliche Ressource. Die Bäuerinnen und Bauern übernehmen in der Erhaltung der Arten-, Rassen- und Sortenvielfalt, die ohne Pflege nicht lebensfähig wären, eine bedeutende Rolle. Zum Beispiel würden blumenreiche Trockenwiesen ohne Mahd verwalden. Über 80% der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe setzen vielfältige Maßnahmen des österreichischen Umweltprogramms ÖPUL um und leisten mit ihren standortangepassten und umweltschonenden Bewirtschaftungsformen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen und genetischen Vielfalt. Eine wichtige ÖPUL-Anforderung ist etwa die Anlage beziehungsweise der Erhalt von Biodiversitätsflächen, Brachen, Blühflächen und anderen kleinteiligen Strukturen wie Landschaftselemente. Die österreichischen Bäuerinnen agieren als wichtige Vermittlerinnen einer nachhaltigen, regionalen Lebensmittelproduktion, die sie im Dialog mit den Konsumentinnen und Konsumenten aktiv weitertragen", betonte Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann.
Für den begehrten Naturschutzpreis "Die Brennnessel" haben vom Burgenland bis Vorarlberg Gemeinden, NGOs, Landwirte, Vereine, Privatpersonen, Kindergärten und Schulen 95 Projekte mit einem Kostenvolumen von 1,6 Mio. Euro eingereicht. Bei der festlichen Gala wurden die 24 Herausragendsten unter ihnen gefeiert. Die Gewinner zeigen auf, dass Biodiversität, Natur- und Umweltbildung sowie nachhaltige Landwirtschaft keine leeren Versprechen, sondern gelebte Realität vor unserer Haustür sein können.
Mit einem Preisgeld von 230.000 Euro wurden insgesamt 24 Naturgestalter in den zwei Kategorien "Gemeinden, NGOs, Landwirte, Vereine, Privatpersonen" und "Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen" ausgezeichnet, um 63 ha Fläche zum Blühen zu bringen. "Die dringend benötigten Aktivitäten schützen hochgradig gefährdete und von Vernichtung bedrohte Biotope wie Feuchtwiesen, Moore, Trockenrasen und Streuobstbestände sowie stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten wie Prachtnelke, Großes Flokraut, Roter Apollofalter, Bunter Alpengrashüpfer, Schlingnatter, Gelbbauchunke, Wiedehopf oder die Fledermausart Großer Abendsegler", freute sich Dagmar Schratter vom Vorstand von Blühendes Österreich.