Salzburg: Rest(los) genießen - Neuauflage des beliebten Kochbuches

Für die ältere Generation ist eine gute Vorratshaltung und die Verwertung von Resten noch eine Selbstverständlichkeit. Sie sind damit groß geworden und haben den sorgsamen Umgang mit den Lebens- und Nahrungsmitteln gelernt. Wir sollten uns wieder auf diese Einstellung rückbesinnen.
Titelbild_Restlos_genießen (2)  © Adelheid Widmoser
Titelbild_Restlos_genießen (2) © Adelheid Widmoser
Geht es Ihnen nicht auch manchmal so? Ein Kind kommt nun doch nicht zum Essen nach Hause. Also bleiben Reste übrig. Was tun damit?  Einfrieren wäre die einfachste Lösung. Aber auch das ist nicht immer möglich. Also dann lieber gleich in den Müll werfen, oder? Ein anderes Mal haben Sie wieder ein verlockendes Angebot im Supermarkt genutzt. Warum soll man da nicht zugreifen, wenn groß angepriesen wird, "Kauf zwei - zahl eins?" Das ist ja ein gutes Angebot, aber nur, wenn man wirklich zwei Stück braucht. In der Realität sieht es nämlich leider oft so aus: "Kauf zwei - zahl eins - wirf eins weg."

Geld landet im Müll

Lebensmittel sind kostbar, und trotzdem werfen wir täglich Brot, Gemüse, Wurstwaren, Milchprodukte und vieles mehr weg. In Österreich landen immerhin 96.000 t Lebensmittel im Müll. Pro Haushalt und Jahr sind das Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 300 Euro. Oftmals sind diese Lebensmittel allerdings noch nicht abgelaufen und noch in der Originalverpackung. Der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln - im Haushalt ebenso wie in der Lebenmittelproduktion, im Handel und in der Gastonomie - ist nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus ethischen und gesellschaftlichen Überlegungen heraus dringendst notwendig.
Während es in vielen Ländern um die Bekämpfung von Hunger geht, stehen die Industrieländer vor der Situation , dass bei dem übergroßen Lebensmittelangebot eine verstärkte Zunahme von ernährungsbedingten Krankheiten zu verzeichnen ist. Mangelndes Wissen über Herkunft, Inhaltsstoffe und Zubereitung von Lebensmitteln führt dazu, dass immer mehr Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche unter gesundheitlichen Folgeerscheinungen von Fehlernährung zu leiden haben.

Wie kann man vorbeugen?

  • Es beginnt bereits beim Einkauf. Am besten vorher den Kühlschrank überprüfen: Was ist noch da, was muss ergänzt werden? Machen Sie sich eine Einkaufsliste.
  • Bei Lockangeboten und Aktionen überlegt zugreifen: Brauchen wir wirklich eine Großpackung? Vorsicht - Preisnachlässe verleiten sehr, dass man mehr kauft, als man benötigt - es ist ja so günstig.
  • Gehen Sie nicht hungrig einkaufen
  • Achten Sie auf Mogelpackungen. Immer auf den Grundpreis schauen.
  • Legen Sie sich nicht zu große Vorräte an und achten Sie auf die richtige Lagerung von Lebensmitteln
  • Der gute alte Speiseplan bewährt sich auch heute noch! Danach richtet man auch den Einkauf. Mit einem Wochenspeiseplan erübrigen sich Fragen wie: "Was koche ich heute wieder?"
  • Das Mindeshaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum und bedeutet nicht, dass die Lebensmittel danach ungenießbar sind. Schauen: Die Farbe und die Unversehrtheit der Verpackung überprüfen; Riechen: Hat das Produkt den typischen Geruch? Schmecken: Z.B. sauer gewordene Milch lässt sich leicht am Geschmack erkennen.
Sollten dennoch Reste übrig bleiben, so kann man daraus im Handumdrehen köstliche Schmankerl zaubern. Die Bäuerinnenorganisation hat das Kochbuch "Rest(los) genießen" herausgegeben und aufgrund der regen Nachfrage nun nachgedruckt. In diesem Kochbuch finden sich auf 78 Seiten viele Rezepte, aber auch Tipps und Informationen zu den einzelnen Lebensmitteln.

Das Buch kann für € 12,00 zuzüglich Portokosten unter Tel 0662/870571-246 oder E-mail: irene.pitter@lk-salzburg.at bestellt werden.
 
Flotte Topferl_2  © Regina Putz
Flotte Topferl_2 © Regina Putz

Rezeptidee - Flotte Topferl mit Frucht

  • 120 g Topfen
  • 1 Ei
  • 1 EL Staubzucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • Obst der Saison bzw. Obstreste aus dem Kühlschrank (Kompott)
Alle Zutaten verrühren und kurz rasten lassen. In einer Pfanne Butter erwärmen, aus der Topfenmasse Laibchen formen und in der Butter backen, sodass sie auf beiden Seiten hellbraun sind, evtl. Deckel drauf. Anrichten und mit Staubzucker bestreuen, das Obst dazu reichen.