Salzburg: Mit Werten in Führung gehen

Führen Frauen anders? Und was haben unsere Werte damit zu tun? Festreferentin Christine Hackl aus dem Waldviertel begeisterte die Lungauer Bäuerinnen.
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© Adelheid Widmoser
Die Werte haben sich gewandelt und das betrifft alle Generationen. Man denke nur an die radikale Entwicklung im digitalen Bereich oder an die Arbeitsaufteilung in den jungen Familien – dass Männer eine Babypause machen, kochen und im Haushalt mithelfen, ist heute ganz normal. Frauen in Führungspositionen sind auf dem Vormarsch, und zwar in allen Bereichen. Die Persönlichkeits- und Mentaltrainerin Christine Hackl hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschen im Entdecken und Entwickeln ihrer Talente zu stärken. Die Rolle der Bäuerinnen liegt ihr dabei besonders am Herzen. „Ich mag eure Bodenständigkeit und eure vielfältigen Sichtweisen“, so Hackl am Dienstag dieser Woche beim Bäuerinnenbezirkstag in St. Michael. Für eine gute Führung – egal ob daheim am Betrieb oder beispielsweise als Ortsbäuerin – sollte man sich stets die drei „R“ vor Augen führen, und zwar die Richtung (wo wollen wir hin?), Regeln und Werte (was ist uns dabei wichtig?) und Rituale, sie sind die Tankstellen, die uns auf dem Weg zum Ziel stärken sollen. „Eine gesunde Motivation ist die Voraussetzung für all unser Tun. Die Grundlage dafür bilden tragende Werte und ein klares Selbstbild.“
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Eachtling als Dankeschön: Bezirksbäuerin Roswitha Prodinger überreichte Christine Hackl Lungauer Eachtling als Dankeschön für das Festreferat sowie für das kürzlich erschiene Kochbuch © Adelheid Widmoser

Verantwortung ist nicht teilbar, Aufgaben schon - Christine Hackl

Landesbäuerin Elisabeth Hölzl sprach die bevorstehenden Ortsbäuerinnenwahlen an. „In vielen Orten wird es einen Wechsel geben, eine neue Ortsbäuerin, die mit ihrem Ausschuss und neuen Ideen Gutes für die Gemeinschaft beitragen möchte. Wenn wir zusammenhalten, können wir das Bild der Bäuerin ins rechte Licht rücken und etwas bewegen. Deshalb bitte ich euch, zeigt eurer Ortsbäuerin gegenüber Wertschätzung und unterstützt sie“, so die Landesbäuerin. Für Präsident Franz Eßl war dies der 29. Bäuerinnentag (24 davon als LK-Präsident). Im Dezember wird er dieses Amt an seinen Nachfolger Rupert Quehenberger übergeben. In seinen Grußworten berichtete er diesmal bewusst nicht über Aktuelles aus der Agrarpolitik, sondern sprach die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen an. „Ihr Bäuerinnen seid die Verbindung zur Basis, jede Einzelne von euch nimmt eine tragende Rolle in der Gesellschaft ein. Die starke Gemeinschaft der Bäuerinnenorganisation hat mich immer beeindruckt“, so Eßl.
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Frauen_Ehrengäste von links nach rechts: Christine Hackl, Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser, Bezirksbäuerin Roswitha Prodinger, Beraterin Rosemarie Rotschopf, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Landesbäuerin Elisabeth Hölzl © Adelheid Widmoser