Richtig oder falsch?

Mythen und Antworten zum AMA-Gütesiegel
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Produktvielfalt_AMA-Gütesiegel © AMA

Das AMA-Gütesiegel ist auch nur eines von vielen Pickerln auf Lebensmitteln.

Falsch! Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel sind offizielle Gütesiegel. Sie haben Alleinstellung unter den Zeichen, Marken und Logos. Die Richtlinien müssen vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus genehmigt werden.

Lebensmittel mit dem AMA-Gütesiegel sind gentechnikfrei

Richtig und falsch. Lebensmittel mit dem AMA-Gütesiegel dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten. Bei Gentechnikfreiheit wird jedoch oft auch die Fütterung diskutiert. Milchkühe, Hendl und Puten werden für das AMA-Gütesiegel gentechnikfrei gefüttert, Schweine noch nicht. Hier gibt es freiwillige Module. Bio ist übrigens immer 100% gentechnikfrei produziert.

Das AMA-Gütesiegel steht für Bio-Landwirtschaft

Falsch! Das AMA-Gütesiegel kennzeichnet Lebensmittel aus konventioneller Produktion, wenn bei der Herstellung die Richtlinien der AMA eingehalten werden. Für Bio-Lebensmittel gibt es ein eigenes Zeichen, das AMA-Biosiegel. Es steht ebenfalls für eine höhere Produktqualität, klare Herkunft, unabhängige Kontrolle und garantiert zusätzlich die biologische Herstellung.

Verpacken in Österreich reicht, damit das Fleisch das AMA-Gütesiegel bekommen kann.

Falsch! Nur wenn das Tier in Österreich geboren, aufgezogen, geschlachtet und zerlegt wurde, darf das Fleisch mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel ausgezeichnet werden. Auch bei Wurst mit diesem Zeichen muss das gesamte Fleisch und der Speck aus Österreich stammen.

AMA-Tiere werden mit Antibiotika und Hormonen gefüttert

Falsch! Antibiotika dürfen nur im Krankheitsfall und nur nach Diagnose durch einen Tierarzt verabreicht werden. Danach muss die doppelte Wartefrist eingehalten werden, bevor Rind- und Schweinefleisch dieser Tiere mit dem AMA-Gütesiegel verkauft werden dürfen. Leistungssteigernde Hormone sind grundsätzlich verboten.

In der Milch muss Chemie drinnen sein, dass die so lange hält

Falsch! Moderne Filtermethoden sorgen dafür, dass unerwünschte Bakterien noch besser aus der Milch gefiltert werden. Damit hält die ESL, also die länger frische Milch, länger als pasteurisierte Milch. Ist das AMA-Gütesiegel auf der Packung, muss sie auch am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit noch erstklassig schmecken.

Fruchtjoghurt mit AMA-Gütesiegel kommt aus aller Welt

Falsch! Die Milch für Fruchtjoghurt mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel kommt zu 100 Prozent aus Österreich. Sie stammt von heimischen Milchkühen. Da Ananas, Kiwi und andere Früchte in Österreich nicht oder in nicht ausreichender Menge wachsen, dürfen sie in diesem Fall aus dem Ausland stammen.

Obst und Gemüse mit dem AMA-Gütesiegel wird auch gespritzt.

Richtig, es gibt aber keine vorbeugenden Spritzmittel. In Obst- und Gemüsekulturen dürfen nur dann chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verwendet werden, wenn Pflanzenkrankheiten oder Schadinsekten in der Kultur feststellbar sind. Die Anwendung muss genau dokumentiert werden. Das wird durch das Rückstandsmonitoring laufend kontrolliert.

Die Käfighaltung von Legehennen ist im AMA-Gütesiegel verboten.

Richtig! Nur Eier aus Boden- oder Freilandhaltung dürfen das AMA-Gütesiegel tragen. Im Code am Ei steht 2 für Bodenhaltung, 1 für Freilandhaltung, 0 für Bio. Ei-Packstellen im AMA-Gütesiegel müssen die Zu- und Abgänge aller Eier in die Eierdatenbank melden. Unter www.eierdatenbank.at kann jeder Konsument selbst nachschauen, woher und aus welcher Haltung das Ei stammt.