#ichbinregional

Unter dem #ichbinregional startet die Bäuerinnenorganisation der LK Salzburg eine Infokampagne, um besonders in Zeiten wie diesen, ihr wertvolles Wissen rund um die heimische Küche, Garten und Basteltipps für Kinder weiterzugeben.
Die Coronapandemie hat uns fest im Griff und verlangt viele Veränderungen von uns. Unser Denken muss aber immer nach vorne gerichtet sein und sich den Herausforderungen zu stellen ist derzeit die einzig mögliche Option. Wie stark das Netzwerk der Bäuerinnen besonders in Zeiten wie diesen ist, zeigt die Bäuerinnenorganisation der LK Salzburg. Diese hat sich dazu entschieden eine Infokampagne zu starten, mit welcher Informationen, Tipps und Tricks rund um die regionale Küche mit heimischen Lebensmitteln vermittelt werden. Außerdem geben die Bäuerinnen auch ihr Wissen zu Garten & Deko aus der Natur sowie Basteltipps für Kinder weiter.

In einem einheitlichen Layout wird täglich die # ich bin regional Info per WhatsApp Nachricht an die 120 Ortsbäuerinnen in Salzburg verschickt um dann an möglichst viele Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben zu werden. Zusätzlich werden Fachinformationen zum Beispiel über die Kreislaufwirtschaft, Transportwege und Gütesiegel eingebaut.
Weiters freuen wir uns auf Gastkommentare von Diätologin und Gastrosophin Maria Anna Benedikt.

Gemeinsam nach vorne schauen und g`sund bleiben!

#ichbinregional #ichkocheregional

Rezeptesammlung und Basteltipps

Mehr Rezepte, wertvolles Wissen rund um die heimische Küche, Garten und Basteltipps für Kinder finden Sie in unserer Rezeptesammlung.

#ichbinregional auch auf Facebook

Viele Rezepte und weitere Tipps rund um die heimische Küche finden Sie auch auf Facebook. Die Salzburger Bäuerinnenorganisation freut sich auf Ihr Like!

Das Ei ist rehabilitiert - Es darf nicht nur zu Ostern häufiger gegessen werden!

Obwohl viele Studien aus den letzten Jahrzehnten belegen, dass Eier das Risiko einer Erhöhung des Cholesterinspiegels und die daraus resultierenden Erkrankungen nicht verursacht, hielt sich die Empfehlung, nicht mehr als 3 Eier pro Woche zu essen, hartnäckig. Seit 2018 haben die deutsche und österreichische Ernährungsgesellschaft umgeschwenkt und legen keine genauen Angaben mehr vor, wieviele Eier pro Woche gegessen werden dürfen.
Eier sind für uns eine wichtige Nährstoffquelle und versorgen unseren Körper mit wichtigen Vitamien wie Folsäure, Biotin, B2, B12, Vitamin E und K. Allem voran aber sprechen wir beim Ei von einem Protein mit höchster biologischer Wertigkeit. Dies bedeutet, dass 100 g von Hühnereiweiß in 100 g körpereigenes Eiweiß aufgebaut werden kann.
Ein guter Tip, die biologische Wertigkeit kann auch noch gesteigert werden. Kombinieren Sie Eier mit Kartoffeln, Milch oder Getreide. Das hatte in unserer heimischen Küche immer schon einen hohen Stellenwert.
Maria Anna Benedikt
Diätologin und Gastrosophin

Die ersten Frühlingsboten

Die ersten Wildkräuter erfreuen uns bereits Anfang März. Sie zeichnen sich durch ihren intensiven Geschmack und ihre „heilsame“ Wirkung aus. Zu den ersten Frühlingsboten gehören Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn und weiße Taubnessel. Neben wertvollen Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium zeichnet sie ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen aus. Bärlauch darf in der Frühlingsküche nicht fehlen und ist für Knoblauchfans die ideale Wahl. Der Gehalt an Allicin wirkt keimtötend und wird in der Naturheilkunde als natürliches Antibiotikum aus der Küche angeführt. Aber auch der Allrounder unter den Kräutern, die Brennnessel tut ihr Gutes. Gegenüber herkömmlichem Spinat enthält sie um 20 % mehr Eisen und auch der Kalziumgehalt ist sechs Mal höher. Salat lässt sich mit Giersch und Löwenzahn ideal ergänzen, so werden wir noch mit wertvollen Bitterstoffen und ätherischen Ölen versorgt. Dieses Zusammenspiel einzelner wichtiger Substanzen hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper: verdauungsfördernd, darmreinigend, entzündungshemmend, blutdrucksenkend und stärkt das Immunsystem. Zu den ersten Frühlingsboten gehören Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Taubnessel. Neben wertvollen Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium zeichnet sie ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen aus. Bärlauch darf in der Frühlingsküche nicht fehlen - der Gehalt an Allicin wirkt keimtötend. Der Allrounder unter den Kräutern, die Brennnessel, enthält gegenüber herkömmlichem Spinat um 20 % mehr Eisen, auch der Kalziumgehalt ist sechs Mal höher. Salat mit Giersch und Löwenzahn ergänzen, so werden wir noch mit wertvollen Bitterstoffen und ätherischen Ölen versorgt. Dieses Zusammenspiel einzelner wichtiger Substanzen hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper: verdauungsfördernd, darmreinigend, entzündungshemmend, blutdrucksenkend und stärkt das Immunsystem.
Maria Anna Benedikt
Diätologin und Gastrosophin

Topfen - ein wahrer Allrounder

Die biologische Wertigkeit liegt bei nahezu 100, was bedeutet, dass das Nahrungseiweiß in Topfen beinahe gänzlich in Körpereiweiß umgebaut werden kann. Damit wird unser Muskelaufbau gewährleistet. Und noch einen Vorteil hat Topfen: er enthält wertvolles Kalzium, das wiederum bedeutsam ist für starke Knochen. Deshalb eher zum vollfetten Topfen als zu Magertopfen greifen, denn der Kalziumgehalt ist höher als der Phosphorgehalt und kann so für den Knochenaufbau besser genutzt werden. Die Angabe des Fettgehalts – z. B. 40% F.i.T. (Fett in Trockenmasse) – bezeichnet den absoluten Gehalt von Fett pro 100 g, in diesem Fall sind es tatsächliche 12 g Fett (Fettgehalt F.i.T. wird mit 0,3 multipliziert). Für alle jene Personen, die auf ihre Figur achten wollen oder müssen ist Magertopfen ein wertvolles Milchprodukt und eine ausgezeichnete Eiweißquelle, die sehr gut sättigt. Und noch etwas zeichnet Topfen aus: er ist ein altbekanntes Hausmittel. Äußerlich angewendet wirkt kühlend als Wickel bei Verletzungen, wie Verstauchungen, Sonnenbrand, Insektenstichen, Blutergüssen. Selbst im Krankenhaus wird Topfen bei Brustentzündungen oder Fieber als Naturheilmittel eingesetzt und Therapiemaßnahme geschätzt.
Maria Anna Benedikt
Diätologin und Gastrosophin

Erdbeere - kraftstrotzendes Früchtchen

Erdbeeren sind überaus vielseitig und haben von Mai bis August aus heimischem Anbau Saison.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht kann die Erdbeere einiges: Gesundheits- und insbesondere Figurbewusste können ohne schlechtes Gewissen zulangen. Eine Handvoll Erdbeeren (ca. 150 g) hat nur 45 kcal und besteht zu rund 90% aus Wasser. Trotzdem ist der Vitamin- und Mineralstoffgehalt beachtlicht: Vitamin C liegt bei 93 mg pro Portion und ist damit um 15% höher als bei Zitrusfrüchten.
Ebenfalls erwähnenswert: der Anteil von Folsäure und zellschützenden sekundären Pflanzenstoffen der Gruppe der Polyphenole sowie die enthaltenen Mineralstoffe, wie das für den Energiestoffwechsel benötigte Magnesium und das blutdruckregulierende Kalium. Auch in der Diätetik für Rheuma- und Gichtgeplagte ist die Erdbeere ein willkommener abwechslungsreicher, energiearmer Snack, der hartreibend und blutreinigend auf unseren Körper wirkt.
... ab geht's auf das Erdbeerfeld und zu unseren Direktvermarktern.
Maria Anna Benedikt
Diätologin und Gastrosophin

 

Fleischgerichte - ein wertvoller Bestandteil unserer Ernährung

Der Fleischkonsum wird heute viel diskutiert. Aus ernährungsmedizinischer Sicht wird der Verzehr von Fleisch zwei bis dreimal pro Woche empfohlen, dies entspricht zirka 300 bis 600 g Fleisch und Wurst. Fleisch versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen, wie hochwertigem Eiweiß, Vitaminen der B-Gruppe und den wichtigsten Mineralstoffen Eisen und Zink. Durch die Kombination mit Vitamin C-haltigen Obst- und Gemüsesorten sind diese Mineralstoffe besser verfügbar.
Durch die Einbeziehung von Fleisch wird unsere Ernährung abwechslungsreicher. Vorsicht ist lediglich bei einem hohen Konsum von verarbeiteten Fleisch- wie Wurstwaren geboten; hier ist der hohe Fettgehalt nicht zu unterschätzen. Auch die Herkunft sollte berücksichtigt werden. Das Fleisch von "glücklichen Tieren" schmeckt zarter und besser. Dies konnte auch wissenschaftlich nachgewiesen werden. Sind Tiere vor der Schlachtung im Stress, treten Fehlreifungen des Fleisches auf.
Mein Tipp: Gerade beim Einkauf von heimischem Rindfleisch erhalten Sie ausgezeichnete Qualität und ökologisch gesehen, stehen unseren Rindern Wiesen- und Weideflächen zur Verfügung, die langfristig für Anbau von Futterpflanzen nicht genutzt werden können. So trägt unsere Almwirtschaft mit Weidevieh zur Kulturlandschaft bei. Ohne Vieh kein Almbetrieb.
Fleischgerichte sind ein wertvoller Bestandteil unserer Ernährung und unter der Devise "Weniger ist mehr!" können diese zum Genuss werden.
Maria Anna Benedikt
Diätologin und Gastrosophin