„Pflege zu Hause absichern!“

Sowohl am Bundesbäuerinnentag 2019 in Salzburg wurde von der ARGE Bäuerinnen das Positionspapiers zum Thema Pflege an die damaligen Regierungsmitglieder BM Elisabeth Köstinger und BM Juliane Bogner-Strauß. Die zentrale Forderung ist die Pflegegelderhöhung auch in den unteren Pflegestufen. Im Mai 2019 wurde dieses Postionspapier an die Abgeordneten zum Nationalrat Gaby Schwarz, Norbert Sieber und August Wöginger in Arbeitsgesprächen von Andrea Schwarzmann übergeben.
„Pflegende Angehörige sind eine unverzichtbare Stütze unseres Sozialsystems und der günstigste und verlässlichste Pflegedienst. Will man diese Stütze auch langfristig absichern, ist eine Aufwertung des Pflegegeldes in den unteren Stufen notwendig sowie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung pflegender Angehöriger. Gleichzeitig ist die Kurzzeitpflege weiter auszubauen. Mobile Hilfsdienste sowie Organisationen der Hauskrankenpflege sind mit höheren öffentlichen Zuwendungen noch besser abzusichern“, erklärte Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann bei der Übergabe des ARGE-Bäuerinnen-Positionspapiers zum Thema Pflege an die Vertreterinnen der Bundesregierung, BM Elisabeth Köstinger und BM Juliane Bogner-Strauß, beim Bundesbäuerinnentag 2019 im Congress Salzburg.
In Österreich sind rund 1,4 Millionen Menschen unmittelbar vom Thema Pflege betroffen. Der Anteil der häuslichen Pflege ist in Österreich mit 80 Prozent sehr hoch. Experten und Politik sind sich einig, dass die große Herausforderung der Betreuung und Pflege im Alter nur zu bewältigen sein werde, wenn alle Weichenstellungen künftig streng nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ erfolgen. 50,4 Prozent der Pflegegeldbezieher würden von Erhöhung ab Stufe 3 profitieren Bäuerinnen sind maßgebliche Stützen der Pflege zuhause. Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen wird in bäuerlichen Kreisen die Pflege nach wie vor in einem überdurchschnittlich hohen Ausmaß im Familienverband praktiziert. Umso wichtiger ist, dass bei der Pflegegelderhöhung auch in den ersten drei Pflegestufen zumindest die Pflegestufe drei erhöht wird, so Schwarzmann. Eine Erhöhung ab Pflegestufe 3 würde bereits 50,4 Prozent aller Bezieher zugutekommen. „Die häusliche Pflege spielt sich sehr stark in den unteren Pflegestufen ab und eine Kostenoptimierung darf nicht auf dem Rücken pflegender Angehöriger ausgetragen werden. Die kostenlose Selbstversicherung von pflegenden Angehörigen in der Sozialversicherung ist bereits ab der Pflegestufe 3 gegeben. Da dies derzeit nur von ca. 11.000 Personen in Anspruch genommen wird, sind Informationsmaßnahmen darüber zu verstärken. Darüber hinaus sind die mobilen Hilfsdienste und die Organisationen der Hauskrankenpflege mit höheren öffentlichen Zuwendungen besser abzusichern, so Schwarzmann. „Will man die Pflege zu Hause stärken und absichern, ist die Attraktivität der Pflegearbeit im Familienverband gegenüber Arbeitsplätzen am allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Nur auf diese Weise kann der Weg ins Pflegeheim, wo weitaus höhere Belastungen für die öffentlichen Budgets anfallen, vermieden werden. Es muss die Vereinbarkeit von Pflege, Beruf und Familie gefördert und die Pflege zu Hause durch Angehörige massiv gestärkt und abgesichert werden“, erklärte Schwarzmann abschließend.

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