OBERÖSTERREICH: Kurzbericht - Ausschuss für Bäuerinnenangelegenheiten

Sitzung am 27. Februar 2019
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© LK OÖ Katrin Fischer
Aktuelle agrarpolitische Themen, nachhaltiges Verpacken, das Schulfach Ernährungskompetenz und der Wettbewerb „Die bäuerliche Unternehmerin 2019“ waren die Schwerpunkte in der Sitzung des Ausschusses für Bäuerinnenangelegenheiten am 27. Februar 2019 unter dem Vorsitz von LAbg. ÖR Annemarie Brunner.

Präsident Reisecker berichtete zum Diskussionsstand zur GAP, über die Forderungen zur Entlastung der Landwirtschaft bei den SVB-Beiträgen und die Neuabgrenzung sonstiger benachteiligter Gebiete. Ein besonderes Anliegen der LK ist weiterhin die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung nach dem Vorbild Frankreichs, wobei es von Seiten der Lebensmittelwirtschaft noch erhebliche Widerstände gibt. Das “Kuhurteil“ wurde im Ausschuss intensiv diskutiert. Es wurde festgestellt, dass in unserer Gesellschaft die Eigenverantwortung schrumpft.
Nachhaltig verpacken – ist das möglich? Diese Thematik beleuchtete Gabriela Stein in ihrem Referat unter Einbeziehung der Forschungsergebnisse von Dr. Victoria Heinrich von der FH Campus Wien. Anhand von konkreten Alternativen zeigte sie auf, dass „plastikfrei“ nur ein Teil des Verpackungsmülls und dessen Vermeidung ist. Es geht grundsätzlich darum, genau hinzuschauen, wo welche Verpackung Sinn macht und welche Alternativen es derzeit gibt.
Die Vorsitzende Annemarie Brunner berichtete über die österreichweiten Aktivitäten rund um die Einführung eines Schulfaches. Der Hochschullehrgang „Lebensmittelwissen“ startet im Juli 2019 für alle interessierten Pädagoginnen. Damit gibt es erstmals eine berufsbegleitende Ausbildung dazu.
Der Wettbewerb „Die bäuerliche Unternehmerin 2019“ ist ausgeschrieben und will diesmal besonders Bäuerinnen ansprechen, so die Mitglieder des Ausschusses, die in allen Sparten der Urproduktion tätig sind.