Landwirtschaft zum Anfassen: Bäuerinnen besu-chen bundesweit 1. Volksschulklassen

Konsumenten von morgen für heimische, bäuerliche Lebensmittel sensibilisieren
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Bundesbäuerin beim Aktionstag in Wien © LK/APA/Tanzer
Mehr als 2.400 Bäuerinnen machen heuer rund um den Welternährungstag am 16. Oktober Landwirtschaft für Erstklässler greif- und erfahrbar. Anlässlich des bundesweiten Bäuerinnen-Aktionstages werden in 2.200 Schulklassen landwirtschaftliche Produktionsabläufe an kindge-rechten Stationen erläutert und der Wert heimischer Lebensmittel aus bäuerlicher Erzeugung bereits den Jüngsten unter uns vermittelt. Die engagierten österreichischen Bäuerinnen schlagen in direktem Kontakt mit Pädagog(inn)en, Eltern und Kindern wirksam eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Schule. Zusammen mit den 39.000 Schülerinnen und Schülern, die heuer über die Bäuerinnen-Aktionstage erreicht werden sollen, sind es bereits mehr als 189.000 Kinder und Pädagog(inn)en, die von dem im Jahr 2015 initiierten Projekt profitieren. Die erfolgreiche Initiative ist außerdem für den "VIKTUALIA Award 2019" des Bundesministe-riums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) nominiert.
"Die Kinder sind die Konsumentinnen und Konsumenten von morgen und bekommen durch die Bäuerinnen-Aktionstage sowie die Darstellung moderner Landwirtschaft ein reales Bild von der heimischen Lebensmittelproduktion vermittelt. Wir wollen auf Augenhöhe mit den Pädagoginnen und Pädagogen bereits bei den Kindern im Volksschulalter das Bewusstsein für den Mehrwert von schmackhaften, bäuerlichen Nahrungsmitteln schärfen. Die österrei-chischen Bäuerinnen leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wertvollen Beitrag für ein gesteigertes Verständnis zwischen Konsumenten und bäuerlichen Produzenten", be-tont Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann.

Kreisläufe in der Lebensmittelherstellung werden vermittelt

Während der Aktionstage bereiten die Bäuerinnen in ein bis zwei Schulstunden etwa den Weg "vom Küken zum Ei", "vom Gras zur Milch", "vom Apfel zum Saft" oder vom "Korn zum Brot" in anschaulicher Weise auf und bringen die Schulanfänger nicht selten zum Staunen. Auch die Lebensmittelkennzeichnung und eine bekömmliche Ernährung können Lehrinhalte sein. Der Spaß kommt dabei aber keinesfalls zu kurz, denn die heuer rund 39.000 Kinder - so viele wie in keinem Jahr davor - dürfen aktiv mitwirken. So werden etwa gesunde Snacks mit der beispielsweise von den Schülerinnen und Schülern zuvor selbst geschüttelten Butter zuberei-tet, Erdäpfel geschält, Kälber und Ferkel gestreichelt oder landwirtschaftliche Geräte aus nächster Nähe betrachtet. Schließlich ist auch das gemeinsame Verkosten ein wichtiger Bestandteil für mehr Wertschätzung saisonaler und regionaler Produkte.

"Durch den bäuerlichen Strukturwandel haben heutzutage viele Kinder keine direkte Verbin-dung mehr zur Landwirtschaft. Häufig mangelt es an Wissen, wie viel Arbeit nötig ist, um aus agrarischen Rohstoffen hochwertige Lebensmittel herzustellen und was es bedeutet, wenn diese achtlos weggeworfen werden. Die Aktionstage der österreichischen Bäuerinnen sollen den Kindern die Augen dafür öffnen", so Schwarzmann.