Kräuter aus Wald und Wiese

Frische Kräuter sind sehr gesund und geben Speisen eine kräftige Portion an Vitaminen und Mineralstoffen.
Kräuter Die ersten Frühlingskräuter sind
da. © Archiv
Kräuter Die ersten Frühlingskräuter sind da. © Archiv
Viele Kräuter gedeihen jetzt im Frühling einfach so vor der Haustüre. Wichtig ist aber, nur jene zu pflücken, die auch wirklich bekannt sind. Kräuter sind nicht nur ein Gewürz in der Küche, sondern sie sind auch eine Zierde im Garten. Grundsätzlich sind sie relativ einfach zu pflegen und stellen keine hohen Ansprüche an den Standort. Generell gilt, je karger der Boden ist, desto intensiver sind sie in Aroma und Geschmack. Bei der Aufzucht sollten sie nicht zu viel gegossen werden, da sie keine Staunässe vertragen. Sonnenlicht und Wärme sind dagegen für das Gedeihen besonders wichtig.

Ernten und aufbewahren

Im Garten lassen sie sich gut integrieren und wirken durch ihr feines Wurzelsystem bodenverbessernd. Geerntet werden soll an trockenen Tagen, am besten in der Früh nach dem Morgentau. Kurz vor der Blüte, wenn sie die Knospen ansetzen, sind sie am aromatischs­ten und haben den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen. Die meis­ten Inhaltsstoffe sind luft-, licht-, wärme- und nässeempfindlich. Es ist daher wichtig, dass sie richtig verarbeitet und aufbewahrt werden, um die flüchtigen Aromen bestmöglich zu konservieren.

Kräuter lassen sich wunderbar haltbar machen, indem sie getrocknet, eingefroren, in Essig oder Öl eingelegt werden. Bei der Zubereitung von Speisen Kräuter erst kurz vor dem Anrichten dazugeben, da die wertvollen Inhaltsstoffe hitzeempfindlich sind und bei zu starken Temperaturen zerstört werden.
Kräuter_Rezept Frischkäserolle mit Frühlingskräutern. © Archiv
Kräuter_Rezept Frischkäserolle mit Frühlingskräutern. © Archiv

Frühlingskräuter, Rezept

Löwenzahn
Er wird umgangssprachlich auch als „Röhrlsalat“ bezeichnet und ist der allererste Frühlingssalat der Natur. Die Blätter, klein geschnitten, mit warmen Kartoffeln verfeinert und mit Apfelessig und Öl mariniert, sind eine wahre Delikatesse. Löwenzahn ist sehr vitamin- (Vit. A, C, E) und eisenreich. Durch seine Inhaltsstoffe wirkt er blutreinigend, entwässernd und aktiviert durch seine Wirkstoffe die Arbeit von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.

Gänseblümchen
Sie wirken blutreinigend, fördern die Verdauung, helfen bei Hautentzündungen und sind durch reizlindernde Eigenschaften hustenstillend. Bei Atemwegserkrankungen (Husten, Bronchitis) wirkt Gänseblümchentee lindernd. Dazu werden 2 bis 3 Teelöffel getrocknete Blätter und Blüten mit einem Viertelliter kochenden Wasser übergossen. Das Ganze lässt man ca. 15 Minuten zugedeckt leicht ziehen und seiht es ab. Der Tee wird lauwarm, mit etwas Honig verfeinert in kleinen Schlucken getrunken. Gänseblümchen schmecken auch wunderbar in Salaten oder Aufstrichen. Geschmacklich sind die Blüten zart nussig, die Blätter hingegen leicht säuerlich.

Brennnessel
Sie ist bekannt als „Zeigerpflanze“ für einen nährstoffreichen Boden. Brennnessel wirkt entschlackend, blutreinigend, regt den Stoffwechsel an und lindert rheumatische Beschwerden. Sie enthält sehr viel Eisen, Kalium, Kalzium und Vitamin C. Im Frühjahr wird sie gerne für Teekuren verwendet, aber auch für Spinat, Smoothies und Salate.

Frischkäserolle mit Frühlingskräutern
Zutaten: 25 dag Frischkäse natur, Salz, Pfeffer, 2 große Handvoll Frühlingskräuter nach Belieben, wie z. B. Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Löwenzahn, Schnittlauch, Kerbel.
Zubereitung: Die Kräuter waschen, gut abtropfen lassen und klein hacken. Frischkäse mit Salz und Pfeffer würzen. Den Abtrieb ca. 0,5 cm dick rechteckig auf ein Stück Frischhaltefolie streichen (die Ränder bleiben frei) und mit den gehackten Kräutern bestreuen. Die Frischkäse-Kräuter-Platte ca. 20 Minuten im Kühlschrank kalt stellen und anschließend mithilfe der Frischhaltefolie einrollen. Fertige Rolle mit den restlichen Kräutern bestreuen und anrichten.