Kärnten: Über Stock und Stein - betend unterwegs sein

Knapp 600 Bäuerinnen aus ganz Kärnten pilgerten am 7. Mai im Rahmen der diesjährigen Bäuerinnenwallfahrt nach St. Stefan im Gailtal.
IMG_1574  © Archiv
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Die traditionelle Bäuerinnenwallfahrt fand heuer bereits zum 21. Mal statt. In diesem Jahr machte sie Station in der Heimatgemeinde der Landesbäuerin Sabine Sternig. Schon bei ihrer Ankunft wurden die Bäuerinnen herzlich empfangen. Bettina Wiegele und Daniel Sternig begrüßten als Gailtaler Trachtenpärchen in tradionellem Gewand die Besucher. Stimmungsvoll musikalisch umrahmt wurde das Eintreffen der Wallfahrerinnen von der Hausmusik Waldner.

Beim gemeinsamen Frühstück im Gemeindezentrum "Burg" konnten sich die Besucherinnen für den bevorstehenden Bittgang stärken und die Zeit für Gespräche nutzen. Für die Zubereitung des reichhaltigen und liebevoll gestalteten Frühstücks zeichneten die engagierten Bildungsreferentinnen des Bezirkes Hermagor sich verantwortlich.
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Die offizielle Begrüßung erfolgte durch Landesbäuerin Sabine Stering und Bezirkssprecherin Edith Obersteiner. Sie freuten sich, die zahlreichen Ehrengäste begrüßen zu dürfen, die ihren Weg ins Gailtal gefunden hatten.

LK-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler betonte in seiner Rede dem Wert einer solchen gemeinschaftlichen Veranstaltung. Zudem hob er hervor, wie wertvoll und notwendig der weibliche Einfluss und die Arbeit der Bäuerinnen auf den Höfen seien. Er bestärkte zudem die Frauen, Ämter und Funktionen zu übernehmen. Denn nur so könnten sie akiv mitgestalten sowie ihre Anliegen und Sichtweisen einbringen.

Hausherr Bgm. Hans Ferlitsch zeigte sich begeistert von den vielen Bäuerinnen, die er in seiner Heimat begrüßen durfte. Er stellt in seiner Rede die Gemeinde St. Stefan im Gailtal mit ihren zahlreichen Besonderheiten vor und bedankte sich bei der Landesbäuerin für ihr Engagement.

Nach der offiziellen Begrüßung erfolgte der Reisesegen, gespendet von Provisor Marcin Mrawczynski. Abgerundet wurde der Segen mit berührenden Worten von Claudia Rosenwirth-Fendre. Im Anschluss startete der Bittgang, der an drei Stationen zum Innehalten und Beten einlud. Er führte die Wallfahrer vorbei an den kürzlich renovierten Kreuzwegstationen in die wunderschöne Kalvarienbergkapelle. Dort hatten die Pilger die Möglichkeit, in einem stillen Gebet durch diese einzigartige Kapelle zu gehen und sie zu bestaunen. Höhepunkt und Ende des Bittganges war der feierliche Einzug in die Pfarrkirche des Heiligen Stephanus, begleitet vom imposanten Glockenklang und festlicher Orgelmusik.
IMG_1815  © Archiv
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Der anschließende ökumenische Gottesdienst wurde von Provisor Marcin Mrawczynski und Claudia Rosenwirth-Fendre feierlich gestaltet. Die Botschaft der Nächstenliebe wurde von beiden an die Gläubigen weitergetragen. Ein bezaubernder musikalischer Rahmen wurde der Messe von der Jugendschar St. Stefan verliehen.

Als kleine Erinnerung bekamen die Teilnehmerinnen einen Stein mit dem Motto der diesjährigen Wallfahrt mit nach Hause. Die Steine hatten für diese Wallfahrt eine besondere Bedeutung: Der heilige Stephanus, Schutzpatron der Pfarrkirche St. Stefan, wurde gesteinigt. Daher befinden sich auch im Gemeindewappen der Gemeinde Steine. Da lag es nahe, den Bäuerinnen aus ganz Kärnten nicht nur eine Erinnerung, sondern auch ein kleines Stück Geschichte mit auf den Weg zu geben.
IMG_1733  © Archiv
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Vergelts Gott

Eine solch wunderbare Veranstaltung kann nur gelingen, wenn zahlreiche Helfer engagiert und motiviert mitarbeiten. An dieser Stelle sei allen gedankt, die diesen Tag zu einem so besonderen Erlebnis gemacht haben. Besonderer Dank gilt Bürgermeister Hans Ferlitsch für die großartige Unterstützung der gesamten Veranstaltung, der Jungschar St. Stefan und der Familienmusik Waldner für die musikalische Umrahung, der Freiwilligen Feuerwehr St. Stefan, Provisor Marcin Mrawczynski und Claudia Rosenwirth-Fendre sowie allen Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten des Bezirkes Hermagor.