"Gut, besser, perfekt!?"

Warum Frauen immer so perfekt sein wollen.
Speakerin und Autorin Ingeborg Rauchberger APA Jan Hetfleisch. jpg. © Archiv
Speakerin und Autorin Ingeborg Rauchberger APA Jan Hetfleisch. jpg. © Archiv
Wie Powerfrauen unter dem Motto „Gut, besser, perfekt“ funktionieren und warum es im Leben mit etwas mehr Selbstbewusstsein auch anders und besser gehen kann, das zeigte Ingeborg Rauchberger, Unternehmensberaterin und Buchautorin, in ihrem kurzweiligen und lebhaften Vortrag im Rahmen des Bundesbäuerinnentages in Alpach vor rund 900 Bäuerinnen auf.
Sie präsentierte eine Reihe praktischer und amüsanter Überlegungen wie man die Perfektionsfalle vermeiden kann.
„Gerade wir Frauen haben viel um die Ohren. Die Dreifachbelastung von Beruf, Familie, Haushalt, Betrieb und dazu vielleicht alte Eltern oder kranke Familienangehörige. Wir machen immer noch mehr, noch schneller, noch besser und doch sind wir selten mit uns so richtig zufrieden“, so Rauchberger. Sie führte mit einigen Beispielen vor Augen, was heute echte Powerfrauen, die uns in Frauenzeitschriften bzw. im Fernsehen bzw. sozialen Medien anlachen, so alles drauf haben.
 
„Eine Powerfrau ist eine Frau, die alles kann, alles weiß, bei Tag nd Nacht auch immer perfekt ausschaut“. Auf die Frage, wer denn schuld sei, dass Frauen sich immer überfordern, verwies sie vor allem auf Frauenzeitschriften und auf die Frauenbilder in der Werbung. Dennoch seien es schlussendlich die Frauen selber, die sich so unter Stress setzen lassen und sich ständig überfordern. Männer würden da viel gelassener reagieren, sind mit sich selbst häufig zufriedener, viel weniger selbstkritisch und würden auch gar nicht versuchen immer alles unter einem Hut zu bringen. “Männer konzentrieren sich auf eine Sache und machen die möglichst gut und sind damit zufrieden!, unterstreicht die Expertin. Die Unternehmensberaterin und Autorin führte einmal mehr vor Augen, dass sich Frauen auch mit einfachen Dingen recht schnell überfordern können, wenn sie immer perfekt sein wollen. Das fängt im Haushalt an und geht bis zu fragwürdigen Gesundheitsempfehlungen oder -tipps. „Eine der Hauptursachen für Überforderung ist, dass wir Frauen uns immer fragen, was denn die Leute zu diesem oder jenem sagen. Davon müssen wir uns einmal befreien!“, unterstrich Rauchberger. Viel besser wäre es, sich einmal mit seinen eigenen Stärken zu beschäftigen. „Setzen Sie sich hin und schreiben Sie ihre 10 Stärken auf!“, gab Rauchberger ihren Zuhörererinnen mit auf dem Heimweg.