Gemeinsam zu mehr Erfolg

Alle fünf Jahre findet nach den Wahlen der 119 Ortsbäuerinnen auf Gemeindeebene als festlicher Abschluss der große Bäuerinnen Landestag statt.
Es war ein großer Festtag für Salzburgs Bäuerinnen mit Kirchgang im Pongauer Dom und anschließender Feier im Kultur- und Kongresshaus.Diesmal stand er unter dem Motto „Gemeinsam zu mehr Erfolg“. Claudia Entleitner, Bauernbäuerin aus Piesendorf, wurde erst Mitte Oktober zur neuen Salzburger Landesbäuerin gewählt.

Dialog zwischen Konsumenten und Bauern

Entleitner möchte in den kommenden Jahren einen intensiven Dialog zwischen Konsumenten und Bauern führen. „Wir brauchen einen respektvollen Umgang und gegenseitige Wertschätzung. Das ist die Basis, um Konflikte und Herausforderungen lösen zu können.“ Sie möchte die Aufgaben der bäuerlichen Bevölkerung sichtbar machen und zeigen, was die Landwirtschaft für die Gesellschaft alles leistet. „Wir Bäuerinnen sind zeitgemäß, authentisch und fachkundig – deshalb ist es auch so wichtig, dass man ein realistisches Bild von der Landwirtschaft vermittelt. Wir Bäuerinnen wollen weiterhin die Botschafterinnen heimischer Qualitätslebensmittel sein. Dazu gehört aber auch viel Aufklärungsarbeit, besonders über die moderne Nutztierhaltung.“

Bäuerinnen tragen Familie, Betrieb und Ehrenamt

Landesrat Josef Schwaiger: "In einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb haben die Bäuerinnen meistens enorm vielseitige Herausforderungen. Sie sind Managerinnen, die zum einen für die Familie sorgen und zum anderen im landwirtschaftlichen Betrieb mit vollem Einsatz mitwirken. Freie Zeit hat man meistens nicht. Man muss sie sich nehmen. Die tagtägliche Arbeit unserer Bäuerinnen trägt dazu bei, dass unser Land Salzburg so lebenswert ist. Die unzähligen Stunden im Ehrenamt, die neben den täglichen Herausforderungen auch noch zum Wohle der Gemeinschaft geleistet werden, sehen wir viel zu oft als selbstverständlich an. Ich möchte den Bäuerinnen im Land Salzburg dafür herzlich danken. Diese Leistungen verdienen Anerkennung und das nicht nur einmal im Jahr.

Bäuerinnen sind für Public Relation hauptverantwortlich

LK-Präsident Rupert Quehenberger: Auch LK-Präsident Rupert Quehenberger drückte in seinen Grußworten hohe Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen aus. Sie seien nicht nur die Managerinnen in den Betrieben, sondern in der Landwirtschaft sozusagen auch für den Bereich „Public Relations“ hauptverantwortlich. Quehenberger: „Unsere Bäuerinnen sind im Dialog mit der Gesellschaft und den Konsumenten ein glaubwürdiges Sprachrohr. Wir brauchen sie ganz dringend, weil das Verständnis in der Bevölkerung für eine zeitgemäße Landwirtschaft zunehmend verloren geht.“ Die Bäuerinnen müssten sich für diese ,Werbung in eigener Sache‘ auch nicht verstellen, weil sie den Wert ihrer Produkte sehr gut kennen und wissen würden, wie viel Arbeit und Mühe dahinterstecke. Der LK-Präsident: „Die unglaubliche Vielfalt und Qualität unserer Lebensmittel ist ein besonderer Schatz, der auch nach Wertschätzung für jene verlangt, die sie herstellen. Wir werden nicht länger hinnehmen, dass sich andere als große Retter der Regionalität ausgeben und den Bäuerinnen und Bauern nur die Arbeit übrig bleibt. Auch hier müssen wir in Zukunft in der Öffentlichkeit mithilfe der Bäuerinnen wieder einiges zurechtrücken.“

Dank an die ehemalige Landesbäuerin Elisabeth Hölzl

Ganz besonderen Dank gab es am Samstag für die ehemalige Landesbäuerin Elisabeth Hölzl. 15 Jahre lang war sie unermüdliche Botschafterin für Lebensmittel aus Salzburg und eine Kämpferin für die Regionalität. Sie hat in ihrer Zeit eine Vielzahl an Projekten initiiert und begleitet. Beim Landestag standen einige ihre wichtigsten Wegbegleiterinnen mit ihr auf die Bühne: Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, ihre Vorgängerin Aloisia Fischer, Ernährungsberaterin Maria Anna Benedikt und Bildungsberaterin Katharina Hutter, die in der LK für die Anliegen der Bäuerinnen zuständig ist. Sie alle eint die Leidenschaft für Lebensmittel aus der Region und ihr gemeinsames Bemühen, den hohen Stellenwert einer gesunden Ernährung im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Hölzl ist überzeugt: „Die Sensibilisierung der Kinder und der Eltern für gesunde Lebensmittel ist heute ein wesentlicher Teil der Bäuerinnenarbeit geworden. Wir fordern von den Menschen heute mehr denn je ein ressourcenschonendes Handeln – die Ernährung und das Wissen über Lebensmittel ist hier ein ganz großer Hebel, den jeder selbst in die Hand nehmen kann.“