E-Learning: Das wollen Bäuerinnen

E-Learning für Bäuerinnen war das Thema der Veranstaltung „Ausgewählte Aspekte der Digitalisierung als Chance für Landwirtinnen“. Vergangenen Donnerstag fand die Veranstaltung an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien in Partnerschaft mit der ARGE Bäuerinnen statt. ExpertInnen aus dem Bereich der neuen Medien diskutierten dort über die Anforderungen von E-Learning Angeboten für Bäuerinnen. Wie sollen diese Onlinekurse in Zukunft aussehen? Den Grundstein legten drei Studentinnen der Hochschule, die ihre Bachelorarbeit zu diesem Thema verfassen.
Ausgewählte Aspekte der Digitalisierung als Chance für Landwirtinnen
Ausgewählte Aspekte der Digitalisierung als Chance für Landwirtinnen Ausgewählte Aspekte der Digitalisierung als Chance für Landwirtinnen (v.l.n.r. Prof. Elfriede Berger, Dr. Katharina Turecek, Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Ing. Gerald Pfabigan) © Michaela Glatzl
Unter den ExpertInnen aus dem Bereich neue Medien war auch Gerald Pfabigan, der beim LFI Österreich für die E-Learning Kurse verantwortlich ist. Er sah den Einstieg in das Thema E-Learning mit einer ersten gemeinsamen Veranstaltung, die sich viele der befragten Bäuerinnen wünschen, als positiv und machbar. Auch Elfriede Berger, selbst Lektorin an der Hochschule, betonte, dass es gerade für Einsteigerinnen in das E-Learning wichtig sei, mit einer Präsenzveranstaltung zu starten. Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann ist überzeugt, dass E-Learning schon bei den Bäuerinnen angekommen ist. Sie hob die Vorteile wie zeitliche Unabhängigkeit und die Möglichkeit, sich österreichweit mit anderen Bäuerinnen zu vernetzen, hervor. Katharina Turecek, ausgebildete Medizinerin und Expertin in Sachen Gehirntraining, wies darauf hin, dass das soziale Miteinander zur Motivation beiträgt. Die ExpertInnen waren sich einig, dass eine Mischung aus Kursen mit Anwesenheit und E-Learning Anteilen vielversprechend ist.

Welche E-Learning Angebote wollen Bäuerinnen?

Daniela Laßlberger, Studentin der Hochschule, präsentierte die Ergebnisse der Bachelorarbeit, die sie mit ihren Kolleginnen Karin Leitner und Julia Zehetner verfasst. Es zeigte sich, dass sich die Anforderungen an E-Learning Angebote zwischen den Altersgruppen nur vereinzelt unterscheiden. Es gibt viele Gemeinsamkeiten über die Altersgrenzen hinweg. Beim Aufbau ihres idealen E-Learning Angebotes waren sich die befragten Bäuerinnen einig. Ideal wären kürzere Einheiten und ein bedienerfreundliches Programm. Bei den Kursinhalten ist Abwechslung den befragten Bäuerinnen besonders wichtig. Beliebt sind unter anderem Quiz, Videos oder Abschnitte, in denen die Kursteilnehmerinnen selbst etwas erarbeiten können. Bisher haben die meisten Landwirtinnen keine Erfahrung mit E-Learning Kursen.

Wissen + Können = Kompetenz

„Das lernende Gehirn im Zeitalter der Digitalisierung“, so der Titel des einleitenden Vortrags von Katharina Turecek, rundete die Veranstaltung ab. Die bekannte österreichische Autorin sprach über die Unterschiede zwischen Wissen und Können. Erst beides zusammen ergibt Kompetenz. Sie gab nützliche Tipps zum Lernen und griff dabei immer wieder das Thema E-Learning auf.

(c) Karin Leitner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik