Burgenland: Neuer EU-Agrarkommissar Wojciechowski besucht Biohof Pölz

Am 21. Jänner 2020 besuchte der neue EU-Agrarkommissar, Janusz Wojciechowski, den Biohof von Familie Ing. Margot Pölz in Lackenbach, Bezirk Oberpullendorf.
Margot Pölz ist Mitglied des Bäuerinnenbeirates auf Landesebene und aktiv in der Bäuerinnenorganisation tätig. Klar, dass sie bei diesem Besuch von der amtierenden Bezirksbäuerin Ök.-Rätin KR Silvia Toth unterstützt wurde. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat den neuen EU-Agrarkommissar in Koordination mit dem Präsidenten der Burgenländischen Landwirtschaftskammer DI Nikolaus Berlakovich eingeladen, um die breite Problematik österreichischer Biobetriebe hinsichtlich Weidehaltung kennenzulernen. Vor allem im Burgenland ist es schwierig, dieser Verpflichtung nachzukommen. Historisch betrachtet sind burgenländische Betriebe kleinstrukturierter, befinden sich meist in Ortslage und haben aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine Möglichkeit eine Weidefläche bereitzustellen. Landwirtschaftskammerpräsident Berlakovich pocht weiterhin auf eine Ausnahmeregelung für heimische Bio-Bauern, wo eine Weidehaltung aufgrund der örtlichen Voraussetzungen nicht möglich ist. Die Aberkennung des Bio-Prädikats wäre ein enormer Schaden für diese viehhaltenden Biobetriebe. Margot Pölz hat dem EU-Kommissar die Problematik der derzeitigen verpflichteten Weidehaltung sehr praxisnahe dargestellt. Die eloquente Jungbäuerin nutzte auch ihre guten Englischkenntnisse, um im Rahmen der Betriebsführung intensiver mit dem Kommissar zu diskutieren. EU-Agrarkommissar Wojciechowski hat signalisiert, dass ihm die Problematik nun bewusster ist und dass es von Region zu Region unterschiedliche Bedingungen gibt. Trotz der Problematik war es eine große Ehre und Freude diese hochkarätige Delegation zu empfangen, mit dem guten Gefühl einen positiven Beitrag zur Problemlösung zu leisten.