Bäuerinnen-Feiertag in drei Bezirken

Ein paar gesellige Stunden verbringen, gemeinsam lachen und nebenbei wertvolle Impulse mit nachhause nehmen - das sind die Inhalte, die die Bezirksbäuerinnentage alle Jahre so wertvoll machen.
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Podium Im Bild von links: Kaberettist Peter Blaikner, der die Lachmuskeln der Bäuerinnen mit seinen besten "Wos sogga?"- Hits forderte, Landesrätin Maria Hutter, Landesbäuerin Elisabeth Hölzl, Bezirksbäuerin Helene Zehentner, Präsident Rupert Quehenberger © Simonitsch/Pinzgauer Nachrichten
Auch wenn in den vergangenen Wochen die Unmengen an Schnee vielen Bäuerinnen eine Anreise nach Altenmarkt bzw. Saalfelden nicht oder nur schwer ermöglichten, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch.
Die anwesenden Bäuerinnen nutzten diese kurze Auszeit für gesellige Gespräche, die Festreferate zu verschiedenen Themen ernteten viel Applaus.

Wert der Lebensmittel

"Land schafft Leben" ist österreichischen Lebensmitteln auf der Spur. Obmann Hannes Royer hat den Pongauer Bäuerinnen von seinen Touren durch ganz Österreich und von seinen vielen, oft überraschenden Gesprächen mit dem Handel erzählt. Dabei sei gesagt, dass es nicht die großen Konzerne sind, die den Preis bestimmen, sondern einzig und allein jeder einzelne Konsument.
"Der Konsument ist ein Egoist, er wird immer zum billigen Produkt greifen", gibt Royer zu bedenken. Käfighaltung ist in Österreich verboten, "dennoch essen wir häufig, ohne es zu wissen, Käfigeier". Er appellierte an die Bäuerinnen: "Fragt den Wirt, woher er die Lebensmittel bezieht - und seid auch euch gegenüber ehrlich und überprüft die Produkte in eurem Kühlschrank.
Seid Vorbild und sprecht mit den Menschen über ihr Einkaufsverhalten und über die Zukunft unserer bäuerlichen Betriebe.
 
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Wagerlgucker_3 Wagerlgucker - Kabarett der Flachauer Bäuerinnen © Adelheid Widmoser
Tennengauer Ortsbäuerinnen © Adelheid Widmoser

Gelingende Beziehungen

"Anleitungen für gelingende Beziehungen" gaben Susanne Fischer und Erhard Reichsthaler im Tennengau.
Auf humorvolle Art und Weise spricht das bekannte Berater Duo in seiner neuen Vortragsreihe die Sorgen des Alltags an, wenn die Liebe zwischen Kindern, Eltern, Schwiegereltern, Arbeit und Ehrenamt oft auf der Strecke bleibt. Dabei kann durch das Schafffen von Privatsphäre, gegenseitigem Respekt und Toleranz ein harmonisches Zusammenleben möglich sein: "Jedes Familienmitglied braucht eine Aufgabe und das Gefühl, gebraucht zu werden, genauso wie seine Rückzugsmöglichkeit."