ARGE Bäuerinnen in der LKÖ: Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung in Umsetzung

Mindestens 30 Prozent Frauenanteil in Nominierungsprozessen
2017_APR20_bauerinnen_tag2_2-1 Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der ARGE Bäuerinnen in der LKÖ und Hermann Schultes, LKÖ-Präsident, bei der Unterzeichnung der Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung. © APA Fotoservice/Hetfleisch
2017_APR20_bauerinnen_tag2_2-1 Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der ARGE Bäuerinnen in der LKÖ und Hermann Schultes, LKÖ-Präsident, bei der Unterzeichnung der Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung. © APA Fotoservice/Hetfleisch
Um die Chancengleichheit von heimischen Bäuerinnen und Bauern zu erreichen, hat die ARGE Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich die "Charta für eine partnerschaftliche Interessenvertretung" im April ins Leben gerufen. Ziel ist es in Nominierungsprozessen für Kammer-Führungsfunktionen eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent zu erreichen.
Die Charta wird nun in den nächsten Monaten von der Bauernvertretung in den Bundesländern umgesetzt.
Beim letzten Bundesbäuerinnentag in Alpbach wurde die zwölfseitige Charta von allen LK-Präsidenten der Bundesländer, LKÖ-Präsidenten Hermann Schultes, Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann,  Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der LKÖ sowie von allen neun Landesbäuerin beschlossen und unterschrieben. 

Die Charta besteht aus einer Beschreibung der Ausgangssituation, Präambel, Haltungen, Handlungsfelder, Verantwortung, Monitoring und Empfehlungen für Maßnahmen. "Konsequente Verfolgung des Ziels von mindestens 30 Prozent Frauenanteil in Nominierungsprozessen", heißt es darin.
"Proaktive Ansprache von Frauen für alle Führungsebenen und Gremien", wird als Maßnahme empfohlen. Die Vereinbarkeit von Familie, Betrieb und öffentlicher Funktion soll auch verbessert werden.
Die Charta gilt für alle Landwirtschaftskammern und soll auch von anderen landwirtschaftlichen Organisationen und Gremien des ländlichen Raumes übernommen werden. Der Fortgang dieses Charta-Projektes soll alle drei Jahre durch eine externe Stelle in Zusammenarbeit mit der ARGE Österreichische Bäuerinnen und der Landwirtschaftskammer Österreich evaluiert werden. Das Monitoring umfasst qualitative und quantitative Bewertungen.