Aktionstag der Bäuerinnen: „Schule trifft Bauernhof“

Unter dem Motto „Vom Ernähren und Erklären“ informieren Bäuerinnen bei Aktionstagen in Pädagogischen Hochschulen (10.5. bis 29.11.2019) angehende Lehrerinnen und Lehrer über spezielle Angebote der Bäuerinnen für Schulen.
Die Aktionstage der Bäuerinnen an Pädagogischen Hochschulen finden heuer zum ersten Mal bundesweit vom 10. Mai bis 29. November 2019 statt. Ziel ist es, den Studentinnen und Studenten an Österreichs Pädagogischen Hochschulen die Angebotsvielfalt der Bäuerinnen für die Wissensvermittlung rund um Landwirtschaft und Essen zu präsentieren. Es werden agrarpädagogische Angebote wie etwa „Schule am Bauernhof“, „Erlebnis Alm“, Angebote für spezielle Schulstunden der Seminarbäuerinnen zu einzelnen Lebensmitteln u.a. vor Ort von den Bäuerinnen präsentiert und vermittelt.

Landwirtschaft zum Anfassen in Schulen bringen

„Österreichs Bäuerinnen und Frauen in der Landwirtschaft ist es wichtig, den Kindern die Kreisläufe der Lebensmittel vom Feld auf den Teller sowie den Mehrwert regionaler Lebensmittel aufzuzeigen. Die künftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen das gesamte agrarpädagogische Angebot kennenlernen und in weiterer Folge dann mit in ihre Schulpraxis nehmen. Wenn in Österreich jedes Volksschulkind weiß, woher die Zutaten seines Jausenweckerls kommen, wie man Butter macht und wieviel Arbeit hinter einem Liter Milch stecken, dann lernt es den eigentlichen Wert von Lebensmitteln kennen und auch die Qualität regionaler Lebensmittel zu schätzen“, freut sich Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann über das große Interesse in den Pädagogischen Hochschulen an der Wissensvermittlung zu Themen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Visualisierung von Kreisläufen der Lebensmittelherstellung

 „Sowohl in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern wird den Kindern häufig ein romantisches Bild vom Leben am Bauernhof vermittelt. Es werden Sehnsüchte geweckt, die mit der Realität oft gar nicht zusammenpassen und somit ist das Unverständnis vorprogrammiert. Hier wollen wir gegenzusteuern und Transparenz und Vertrauen in heimische Lebensmittel aufbauen und verstärken. Wir geben Einblicke in unsere Arbeit und zeigen auf, wieviel Energie und Arbeitsschritte in den heimischen Lebensmitteln stecken. Für die Visualisierung von Kreisläufen der Lebensmittelherstellung haben die Bäuerinnen Plakatreihen entwickelt wie etwa „Vom Küken zum Ei“, Vom Korn zum Brot“, Vom Apfel zum Saft“ oder „Vom Gras zu Milch und Milchprodukten. Bisher haben wir bei unseren Bäuerinnen-Aktionstagen in Volksschulen bereits rund 150.000 Schüler und Lehrer erreicht. Die Rückmeldungen und das Interesse sind sehr positiv. Pädagogen und Eltern finden gerade solche Schulprojekte sinnvoll, weil sie den Kindern auf ansprechende und spielerische Art vor Augen führen, wie gut Qualität aus Österreich schmeckt und wieviel Arbeit notwendig ist, um aus Rohstoffen wertvolle Lebensmittel herzustellen. Die Konsumenten von morgen sollen wissen, wieviel Zuwendung Tiere und Pflanzen brauchen, bis man einen Paprika ernten oder die Milch ins Packerl abfüllen kann“, betont Schwarzmann.
 

Online-Umfrage zur Ernährungs- und Konsumbildung in Schulen

Die Aktionstage der Bäuerinnen in den Pädagogischen Hochschulen sind ein neuer Schwerpunkt der Bäuerinnen- Öffentlichkeitsarbeit und wurden im Rahmen des Projekts „Bildungscluster – Dialog mit der Gesellschaft“ entwickelt. Sie werden von der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in Kooperation mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut Österreich (LFI), der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und dem Österreichischen Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) organisiert. Zum Thema Ernährungs-und Konsumbildung in Schulen wird bei den Bäuerinnen-Aktionstagen an den Pädagogischen Hochschule auch eine Online-Umfrage durchgeführt.„Viele österreichische Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende an Pädagogischen Hochschulen haben häufig keinen direkten Bezug zur Landwirtschaft mehr und daher ist es umso wichtiger, die Vielfalt an Vermittlungsangeboten vor Ort zu präsentieren“, so Schwarzmann abschließend.
Nähere Informationen zu der Vielfalt an Vermittlungsangeboten der Bäuerinnen in Schulen bietet die Homepage www.landwirtschaftundschule.at

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